Review: Fairy Tail – Box 7 [Blu-Ray]

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©Hiro Mashima・KODANSHA/Fairy Tail Guild・TV TOKYO. All Rights Reserved.

Und wir holen weiter auf, denn diesmal haben wir für euch die Review zur insgesamt siebten „Fairy Tail“-Box. Diese wurde von KAZÉ Anfang Oktober 2019 im Handel veröffentlicht und enthält den Start des „Großen Magischen Turniers“. Wir haben uns mit unserer Lieblinsggilde erneut ins Getümmel gestürzt und verraten euch nachfolgend mehr über unsere Eindrücke.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Der Ruf ist im Eimer

Mit der insgesamt siebten Box der TV-Serie kehrt „Fairy Tail“ aus dem vorherigen Zentopia-Filler-Arc zum bewehrten Manga-Material zurück, denn nun startet der Arc rund um das „Große Magische Turnier“, das das Vorspiel bzw. die Einleitung des Eclipse-Arcs darstellt. Noch vor sieben Jahren war Fairy Tail die stärkste Gilde in ganz Fiore. Doch durch die lange Abwesenheit der starken Mitglieder durch den Acnologia-Vorfall, hat sich das Blatt ziemlich gewendet. Während etablierte Gilden wie Blue Pegasus oder Lamia Scale an Stärke gewonnen haben, sind auch neue starke Gilden hinzugekommen. Darunter fällt auch Sabertooth, die Gilde, die derzeit als die stärkste in ganz Fiore gilt. Diesen Status hat sie vor allem fünf extrem starken Mitgliedern zu verdanken, die der Meister rekrutiert hat.

Auch wenn die Mitglieder von Fairy Tail eigentlich kein gesteigertes Interesse am Titel der stärksten Gilde haben, so möchten sie diesen Platz dennoch zurückerobern, um die Schmach, die ihre Kameraden in den vergangenen sieben Jahren erdulden mussten, wiedergutzumachen. Wie gut, dass in Kürze das „Große Magische Turnier“ ansteht. Dabei handelt es sich um einen Wettkampf der Gilden Fiores, der wie eine Art Volksfest in der königlichen Hauptstadt zelebriert wird. Allerdings findet dieses Event in bereits drei Monaten statt und während die anderen Gilden Kräfte sammeln konnten, befinden sich die starken Mitglieder von Fairy Tail noch auf dem Kraftniveau von vor sieben Jahre…

Das Turnier beginnt

Da gibt es nur eines zu tun: knallhartes dreimonatiges Training! Dafür teilt sich die Gilde in Teams auf, wobei das Team Shadowgear rund um Levi sowie das Team bestehend aus Natsu, Lucy, Gray, Erza und Wendy sich für das Training ans Meer zurückziehen. Das artet zunächst allerdings in Badespaß und kurz darauf in einem Besuch in der Welt der Stellargeister aus. Dumm nur, dass dort die Zeit deutlich schneller vergeht, als in der realen Welt, was unseren Freunden zuvor jedoch niemand gesagt hat. So bleiben ihnen nur noch fünf Tage für das Training vor dem Turnier – eine schier unlösbare Aufgabe. Doch plötzlich taucht die illegale Dreiergilde Crime Sorcière, bestehend aus Jellal, Ultear und Meldy, vor den Fairy Tail-Magiern auf und bietet ihre Hilfe an. Das ist auch gut so, denn Meister Makarov bestimmt das Team rund um Natsu als Gildenvertreter beim „Großen Magischen Turnier“!

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Am Tag des Turniers sollen dann alle Teams um Mitternacht in ihren vorgegebenen Unterkünften in der Hauptstadt sein, doch Wendy taucht nicht mehr von ihrem Sightseeing-Ausflug auf. Da aber um Mitternacht eine Vorauswahl beginnt, bei der die Zahl der teilnehmenden Teams von 113, was für die Zahl der Gilden in Fiore verdächtig viel erscheint, auf nur acht reduziert wird, springt Elfman für sie ein, während Lisanna, Happy und Co. auf die Suche nach Wendy gehen. Natsu und seine Freunde müssen indes ein riesiges Himmelslabyrinth überwinden, denn nur die ersten acht Teams am Ausgang rücken in die Hauptrunde vor. Glücklicherweise gelingt ihnen dieses Kunststück – allerdings nur auf dem achten Platz…

Ein schlechter Start

Nachdem Wendy bewusstlos aufgefunden worden ist, steht am nächsten Tag bereits die Vorstellung der Final-Teams auf dem Programm. Neben Natsu und Co. sind auch Lamia Scale und Blue Pegasus mit von der Partie. Zudem haben es die wilde Gilde Quattro Cerberus, die Frauengilde Mermaid Heel, die ehemals dunkle Gilde Raven Tail von Makarovs missratenem Sohn Ivan sowie die Favoriten von Sabertooth ins Finale geschafft. Die größte Überraschung ist jedoch vielleicht das B-Team von Fairy Tail bestehend aus Mira Jane, Laxus, Gajeel, Juvia und Mystogan?! Letzterer ist natürlich nicht der echte Mystogan, der nun in Edolas verweilt, sondern der verkleidete Jellal, dem Makarov die Teilnahme unter dem Deckmantel von Fairy Tail erlaubt hat, damit er einer mysteriösen dunklen Magie auf den Grund gehen kann, die alljährlich während des Turniers zu spüren ist. Zudem wird dadurch enthüllt, dass von jeder Gilde bis zu zwei Teams am Wettkampf teilnehmen dürfen und von Fairy Tail haben es eben beide Teams ins Finale geschafft.

Eben jenes Finale startet jedoch alles andere als optimal. Jeder der fünf Wettkampftage besteht aus einer wechselnden Herausforderung, deren Ausgestaltung vorher nicht bekannt ist, sowie einem Wettkampfteil, bei dem es zu Duellen zwischen den Teilnehmern kommt. Dabei müssen sich Gray und Juvia bei der ersten Herausforderung mit den hinteren Plätzen für Fairy Tail begnügen und auch für Lucy läuft es im Duell mit Raven Tails Flare Corona nicht wirklich gut, da Ivans Gilde auf unlautere Methoden setzt. Derweil bekommt es Jellal in seiner Mystogan-Verkleidung mit Jura, einem der zehn heiligen Magier zu tun. Während des Kampfes lässt er um den Sieg zu holen jedoch fasst seine wahre Identität auffliegen, was Ultear jedoch gerade so verhindern kann. Das kostet jedoch auch das B-Team von Fairy Tail den Sieg.

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Langsam, aber stetig

Am zweiten Tag gelingt es Natsu und Gajeel dann bei der Herausforderung beide Teams auf insgesamt zwei Punkte zu bringen, auch wenn sie hintere Plätze belegen. Als Dragon Slayer sind sie bei einem Wettlauf über sich bewegende Streitwagen mit ihrer Reisekrankheit im klaren Nachteil gewesen, doch Sting von Sabertooth, ebenfalls Dragon Slayer, hat sogar das Handtuch geworfen. Der Kampfeswille der Fairy Tail Mitglieder bringt ihnen dafür neben ersten Punkten sogar einige Sympathien beim Publikum ein, das die Gilde am ersten Tag noch gnadenlos ausgebuht hatte. Die Frage ist nur, ob Fairy Tail genug Punkte sammeln kann, um am Ende des Turniers ganz oben zu stehen? Gleichzeitig scheint es Raven Tail nicht wirklich auf den Turniersieg, sondern viel mehr auf die Mitglieder von Fairy Tail abgesehen zu haben. Und selbst das Militär des Landes führt etwas Dunkles im Schilde, für das sie zwingend einen Stellarmagier benötigt?! Wie das alles ausgeht verraten wir euch an dieser Stelle noch nicht. Schaut euch die siebte Box von Fairy Tail doch einfach selbst an.

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Bild und Animationen

Wie gehabt kommt das Bild der siebten Box wieder im Format 16:9 bei einer Auflösung von 1080p daher. Auch der sonstige Eindruck bezüglich des Bilds bestätigt sich. Einige Einstellungen weisen etwas unscharfe Kanten auf und generell ist dem Bild anzusehen, dass die Serie nun bereits einige Jahre auf dem Buckel hat.

Gerade bei der Animationsqualität fällt aber besonders ins Gewicht, dass es sich um eine sogenannte „Long-Running-Serie“ handelt. Das führt dazu, dass die Produktionszeit je Episode eher gering ausfällt und oft auch etwas weniger Budget pro Folge zur Verfügung steht, als das bei einer kürzeren Serie aus dem Animebereich der Fall ist. Das spiegelt sich beispielsweise darin wider, dass zum Teil ganze Abschnitte von Kämpfen gar nicht erst gezeigt, sondern übersprungen werden. Zudem wird in Kämpfen, die gerade im Hinblick auf den Arc rund um das „Große Magische Turnier“ noch einmal zusätzlich an Bedeutung gewinnen, gerne mit repetitiven Animationen oder Standbildern gearbeitet. Auffällig ist auch, dass man zu Beginn einer neuen Episode oft Bildmaterial vom Ende der vorherigen Folge erneut verwendet. Das alles ist bei dem Charakter der Serie wenig überraschend, sollte aber dennoch erwähnt werden.

Ton und Synchronisation

Wie bei den vorherigen Boxen liegt der Ton auch bei Volume 7 von „Fairy Tail“ wieder im qualitativ hochwertigen DTS HD Master Audio Format vor, das über eine Stereotonspur ausgegeben wird. Besonders hervorzuheben ist diesmal wieder die Hintergrundvertonung der Serie. Diese haben wir ja bereits in einigen der vorangegangenen Rezensionen lobend erwähnt, doch im Verlauf der siebten Box legt Yasuharu Takanashi vielleicht sogar noch einmal einen drauf. Der großartige Soundtrack führt beim „Großen Magischen Turnier“ hin und wieder durchaus zu Gänsehaut-Momenten oder hintermalt emotionalere Szenen gekonnt. Das entschädigt zu einem großen Teil auch für das etwas schwächere Bild des Anime.

Da im neuen Arc jede Menge bisher unbekannte Charaktere hinzukommen, gilt das natürlich auch für den Sprechercast. Dabei greift man teils auf sehr bekannte Sprecher zurück, wie beispielsweise Florian Halm als Bacchus, den man vor allem als deutsche Stimme von Colin Farrell kennt. Mit dabei sind auch Nico Sablik (u.a. deutsche Stimme von Chris Pine) als Rogue, Sebastian Schulz (u.a. Howard Wolowitz in The Big Bang Theory) als Sting sowie Ulrike Stürzbecher (u.a. deutsche Stimme von Jennifer Aniston) als Minerva. Die Neulinge fügen sich dabei sehr gut in bereits bestehenden Cast ein. Die meisten Stimmen sind dabei auch direkt beim ersten Hören gefällig. Bei Sting und Rogue braucht man zur Eingewöhnung vielleicht ein wenig länger, wenn man hier die japanische Vertonung gewöhnt ist, das gibt sich aber sehr schnell. Insgesamt hat man in Sachen Synchronisation wieder einen sehr guten Job abgeliefert.

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Physische Umsetzung

Wie schon aus unseren weiteren Rezensionen bekannt, hat die physische Aufmachung des Produkts auch diesmal keinen Einfluss auf die Gesamtwertung. Wir präsentieren euch dennoch einen entsprechenden Ãœberblick, damit ihr wisst, was euch bei einem Kauf erwartet. Die nachfolgenden Informationen und Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version der siebten Box von „Fairy Tail“.

Am grundlegenden Stil der Boxen, die stets als Digipack im eigenen Schuber daherkommen, hat sich auch bei Box 7 nichts geändert. Der Schuber wirkt wieder recht stabil und als Motiv für selbigen und auch das Digipack wurden viele der wichtigsten Charaktere rund um das „Große Magische Turnier“ gewählt. Ein FSK-Logo wurde wieder nur auf das Digipack selbst fest aufgedruckt, fehlt aber zum Glück auf dem Schuber. Neben den obligatorischen drei Blu-Ray-Discs befinden sich im Inneren des Digipacks auch wieder physische Extras. Dabei handelt es sich um ein Booklet, ein Fairy Tail Klebe-Tattoo sowie einen weiteren Magnet. Auf beiden letzteren ist diesmal Erza zu sehen.

Fazit

Mit der siebten Box lässt „Fairy Tail“ den etwas schwächeren Filler-Arc rund um die Zentopia-Kirche hinter sich und startet in das „Große Magische Turnier“, bei dem Natsu und Co. sich gegen die Mitglieder verschiedenster weiterer Gilden beweisen müssen. Hierbei kommt es zu einigen großartigen Kämpfen, die einem Fan sicherlich Gänsehaut bescheren könnten. Diese überzeugen jedoch nicht unbedingt mit ihren Animationen, die weiterhin meist etwas detailarm und oft statisch wirken, da viel mit Einzelbildern gearbeitet wird. Die Dialoge sind jedoch sehr gut gelungen und vor allem die Hintergrundvertonung ist auf den Punkt abgestimmt. Das lässt einige der animationstechnischen Mankos vergessen. Neben der kämpferischen Action bietet der neue Arc aber auch – wie von der Serie gewohnt – jede Menge Humor und hin und wieder sogar große Emotionen. Fans der verrückten Magiergilde dürfen sich also freuen und beherzt zugreifen, zumal die siebte Box bereits zukünftige große Entwicklungen anteasert und damit Lust auf mehr bereitet.

Review: Fairy Tail – Box 7 [Blu-Ray]
7.7 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung6
Animation7
Synchronisation8.5
Unterhaltung9
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 04. Oktober 2019

Publisher: KAZÉ

Genre: Action, Comedy, Fantasy

Laufzeit: ca. 625 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch & Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Fairy Tail hat ein Problem: Ihr Ruf ist im Eimer! Nach dem Tenro-Vorfall vor sieben Jahren ist sie zur schwächsten und unbeliebtesten Magiervereinigung Fiores geworden. Doch es gibt Licht am Horizont. Seit einiger Zeit wird jährlich ein Wettbewerb veranstaltet, bei dem die beste Gilde im ganzen Land bestimmt wird – das Große Magische Turnier! Mit dem Sieg wäre Fairy Tails Ruf wiederhergestellt, und so entschließen sie sich, daran teilzunehmen. Die momentan stärkste und beliebteste Gilde ist Sabertooth, die mit zwei Dragon Slayern der dritten Generation, sogenannten Hybriden, aufwartet. Gegen sie anzukommen ist jedoch nicht die einzige Herausforderung. Raven Tail, die dunkle Gilde von Laxus’ Vater, tritt ebenfalls an, und auch Jellal hat sich unter die Teilnehmer geschlichen. Er ist auf der Suche nach der ominösen magischen Kraft, die jedes Jahr auf dem Turnier zu spüren ist und der Zerefs ähnelt …


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