Review: Date A Live Vol. 2 [Blu-Ray]

© Koushi Tachibana, Tsunako/Fujimishobo/Date A Live Partners

Am 28. Juni 2019 veröffentlichte AniMoon Publishing das zweite Volume der ersten Staffel von „Date A Live“ auf DVD und Blu-Ray im hiesigen Handel. Natürlich haben wir das zum Anlass genommen, gleich ein neues Date mit Shido, Tohka und Co. auszumachen. Wie uns also die Episoden 5 bis 8 gefallen haben, das verraten wir euch in unserer nachfolgenden Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Yoshino

Nachdem es Shido gelungen ist, Tohkas Geisterkräfte durch einen Kuss zu versiegeln, traf er gegen Ende des ersten Volumes auf den neuen Geist mit Codenamen „Hermit“. Dabei handelt es sich um Yoshino und ihre Handpuppe Yoshinon. Als er auch bei ihr versucht, die Kräfte zu versiegeln, zeigt ein Kuss jedoch erst einmal keine Wirkung. Um nun zunächst ihr Wohlwollen ihm gegenüber zu steigern und natürlich auch einfach, weil er ein guter Kerl ist, hilft Shido bei der Suche nach der verlorengegangenen Puppe Yoshinon, ohne die sich Yoshino schüchtern und hilflos fühlt.

© Koushi Tachibana, Tsunako/Fujimishobo/Date A Live Partners

Wie sich herausstellt, befindet sich Yoshinon bei Tobiichi Origami, weshalb Shido seiner Klassenkameradin einen kleinen Besuch abstattet. Derweil entwickelt Tohka ihr bis dato völlig fremde Eifersuchtsgefühle, als sie Shido zusammen mit Yoshino sieht. Sie besinnt sich jedoch wieder und wird zu einem entscheidenden Faktor im darauffolgenden Kampf zwischen dem AST und Yoshino, denn sie rettet Shido das Leben, dem es wiederum mit größter Mühe gelingt, Yoshino ihre Puppe zurückzubringen und ihre Geisterkräfte endlich zu versiegeln.

Ein etwas anderer Onsen-Ausflug

Work hard, play hard – das ist im Grunde das Motto der nachfolgenden eingeschobenen Episode von „Date A Live“. Diese dreht sich um einen Trip zu einer heißen Quelle. Würde man hier eigentlich jede Menge Fanservice erwarten, nimmt die Episode aber – vielleicht schon typisch für die Verrücktheit von „Date A Live“ – eine ganz andere Wendung! Neben Shido, Tohka und Yoshino machen sich nämlich auch die Mitglieder des AST auf zur heißen Quelle, um endlich wieder einmal ein wenig zu entspannen und Stress abzubauen.

Das führt aber natürlich dazu, dass sich beide Gruppen fast über den Weg laufen. Die Organisation Ratatoskr rund um Kotori kann ein Zusammentreffen aber mit größten Anstrengungen gerade so verhindern. Dabei helfen alle möglichen technischen Raffinessen und Hindernisse, die in „Date Town“ – einer künstlichen Umgebung, die Shido für Dates nutzen soll – eingebaut wurden.

Ruhe? Weit gefehlt…

Man könnte also auf die Idee kommen, dass in Shidos kleiner Welt nun zunächst einmal ein wenig Ruhe einkehrt. Doch weit gefehlt! Kurz nach dem Onsen-Abenteuer tauchen nämlich zwei neue Charaktere auf, die das Geschehen noch einmal stark durcheinanderwirbeln. Dabei handelt es sich zum einen um Mana Takamiya, ihres Zeichens Leutnant beim AST, die als Verstärkung von DEM Industries geschickt wurde, um Tobiichi Origami und ihre Kameradinnen im Kampf gegen die Geister zu unterstützen. Zudem behauptet sie von sich, Shidos leibliche jüngere Schwester zu sein.

© Koushi Tachibana, Tsunako/Fujimishobo/Date A Live Partners

Etwa zum selben Zeitpunkt taucht in Shidos Klasse eine neue Schülerin auf, die bei ihrer Vorstellung vor der Schülerschaft ganz unverblümt damit hausieren geht, dass sie ein Geist ist. Bei ihr handelt es sich um die mysteriöse Kurumi Tokisaki, Codename „Nightmare“, die offenbar einen Narren an Shido gefressen hat. So muss sich unser Protagonist nicht nur mit einer „neuen“ kleinen Schwester herumschlagen, sondern lässt sich auch noch zu drei unterschiedlichen Dates zur selben Zeit überreden. Ob er damit wohl fertig wird? Findet es am besten selbst heraus im zweiten Volume von „Date A Live“! 🙂

© Koushi Tachibana, Tsunako/Fujimishobo/Date A Live Partners
Bild und Animationen

Natürlich kommt auch das Bild des zweiten Volumes der Serie wieder im Format 16:9 bei einer Auflösung von 1080p daher und erfüllt damit aktuelle Standards. Dabei setzt man meist wieder auf eine recht farbenfrohe Ausgestaltung des Anime – siehe beispielsweise die Haare von Tohka oder Kotori. Realitätsnähe ist aber sowieso nicht gerade das, was sich „Date A Live“ auf die Fahne geschrieben hat. Von daher passt das im Grunde ganz gut.

Bezüglich der Animationen bestätigt sich im Großen und Ganzen das Bild, das wir bereits in den ersten Episoden gewinnen konnten: Im Grunde wurde hier solide Arbeit geleistet. Besonders aus der Masse hervor sticht die Serie aber nicht. Nachdem wir in unserer Rezension von Volume 1 angekreidet haben, dass die Übergänge zwischen traditionell animierten Szenen und CGI-Elementen nicht unbedingt besonders flüssig und unauffällig waren, hat sich diese Auffälligkeit ein wenig gebessert. Noch immer fällt es schnell auf, wenn man CG animierte Parts des Anime vor sich hat, die Übergänge sind jedoch in den Episoden 5 bis 8 vergleichsweise etwas sauberer gelöst worden.

Ton und Synchronisation

Auch der Ton präsentiert sich erneut im bereits gewohnten DTS-HD Master Audio Format. Dabei gilt weiterhin: „Date A Live“ muss sich hier nicht vor neueren Releases verstecken, denn die Tonqualität ist einwandfrei. Über die fehlende Surroundtonspur kann man dabei auch gnädig hinwegsehen. Schließlich gilt Ähnliches für viele weitere Serien.

Bezüglich der deutschen Synchronisation konnte der Anime unseren Eindruck aus der Review des ersten Volumes bestätigen. Die Sprecher machen weiterhin einen sehr guten Job und leisten sich eigentlich keine Schwächen. Das gilt für die bereits aus den ersten Episoden bekannten Stimmen genauso, wie für Sprecher, die innerhalb der Folgen 5 bis 8 ihren ersten Auftritt hatten. Gleichzeitig kann auch das Dialogbuch wieder überzeugen. Gerade in Episode 6 wird deutlich, dass man sich hier auch nicht vor derberen Sprüchen gescheut hat, die an den entsprechenden Stellen durchaus passend sind! Gesamthaft punktet das zweite Volume von „Date A Live“ in Sachen Synchronisation also mit einer ordentlichen Leistung.

Physische Umsetzung

Wie gehabt: Auch diesmal stellt die Aufmachung des Produkts keinen wertungsrelevanten Teil unserer Review dar. Die nachfolgende Beschreibung dient euch als potenziellen Käufern daher einzig und allein dazu, eine bessere Entscheidung fällen zu können. Alle folgenden Informationen und Bilder beziehen sich dabei auf die Steelcase Edition des zweiten Volumes von „Date A Live“ in der Blu-Ray-Version.

Wie bereits bei Volume 1 setzt man natürlich auch diesmal wieder auf ein schickes Steelcase in einer transparenten PET-O-Card. Während auf der Front bei Volume 2 Tobiichi Origami zu sehen ist, hat es der neue Geist Kurumi auf die Rückseite des Cases geschafft. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo konnte wieder verzichtet werden, da sich dieses auf dem verlängerten Backflyer befindet, der ansonsten auch alle nötigen Informationen zum Inhalt des zweiten Volumes von „Date A Live“ enthält.

Als physisches Extra dürfen sich Käufer diesmal auf eine weitere Acrylfigur freuen. Nachdem letztes Mal Tohka das Vorbild für den Aufsteller war, haben diesmal Fans von Kurumi Grund zur Freude. Als digitale Extras sind wieder ein Clean Opening und Ending mit an Bord. Zudem gibt es einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von AniMoon Publishing.

Fazit

Auch im zweiten Volume von „Date A Live“ gelingt es der Serie sich ihre einzigartige Verrücktheit zu erhalten. Dabei überrascht man den Zuschauer immer wieder einmal, beispielsweise mit einer „Onsen-Episode“, die so völlig untypisch daherkommt, dass es schon wieder erfrischend ist! Für das besondere Extra an Verrücktheit sorgt zudem auch der neue Charakter Kurumi, der sich trotz des mutigen Outings als Geist noch nicht all zu tief in die Karten schauen lässt.

Gesamthaft punktet „Date A Live“ also weiterhin mit dem, was die Serie am besten kann. In Kombination mit Humor und Fanservice ergibt sich somit wieder ein stimmiges Bild, dessen Charme sich immer noch nur schwer beschreiben lässt. Bei all dem darf man aber natürlich nicht unerwähnt lassen, dass der Plot im Grunde weiterhin nur Mittel zum Zweck ist und von echter Tiefgründigkeit meilenweit entfernt ist. Das tut dem Unterhaltungswert der Serie freilich keinen großen Abbruch.

Da sich die Animationen weiterhin auf solidem Niveau bewegen und die deutschen Sprecher mit ihrer Leistung überzeugen, kann man auch das zweite Volume allen Fans von Humor, Harem-Elementen und skurrilen Sci-Fi-Action-Romanzen ans Herz legen. Wer sich jedoch auf der Suche nach einer durchdachten, emotionalen und tiefgründigen Handlung befindet oder mit Harem-Elementen so gar nichts anzufangen weiß, der sollte sich besser anderen Serien zuwenden.

Review: Date A Live Vol. 2 [Blu-Ray]
7.2 Team
Handlung6
Charakterentwicklung6
Animation7.5
Synchronisation8
Unterhaltung8.5
ALLGEMEINE DATEN
© Koushi Tachibana, Tsunako/Fujimishobo/Date A Live Partners

Veröffentlichung: 28. Juni 2019

Publisher: AniMoon Publishing

Genre: Comedy, Harem, Romance, Science Fiction

Laufzeit: ca. 102 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Um die Welt zu retten, muss er die Geister töten… oder küssen!

Shidos erstes Date ist gut verlaufen und so warten bereits weitere Geistermädchen auf sein Verführungsgeschick. Jetzt heißt es, den Spagat zwischen der zurückhaltenden „Hermit“, der eifersüchtigen „Princess“ und der mysteriösen „Nightmare“ zu schaffen. Es bleibt ihm nur eine kleine Verschnaufpause in einer heißen Quelle, bevor es mit dem nächsten Date weitergeht. Shido muss sich ins Zeug legen, um es allen Damen recht zu machen und das, obwohl ihm doch gleichzeitig seine kleine Schwester auf die Nerven geht…


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