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Review: Angeloid – Sora no Otoshimono Vol. 1 [Blu-ray]

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©Suu Minazuki/KADOKAWASHOTEN/Solaoto Partners

Wie wäre es, wenn ein engelartiges Wesen erscheint und euch jeglichen Wunsch erfüllt? So geht es Tomoki in „Angeloid“. Wir haben uns Volume 1 des von nipponart herausgebrachten Animes angesehen und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Wie aus dem Nichts

Tomoki Sakurai ist ein ganz normaler Schüler. Er wohnt gegenüber von seiner Kindheitsfreundin Sohara Mitsuki, die ihn des öfteren mit ihren starken Karateschlägen verprügelt, wenn er mal wieder – meist unbeabsichtigt – etwas Perverses macht, wie ihr unter den Rock zu schauen. Eine Sache unterscheidet Tomoki jedoch von anderen Schülern: Er hat seit seiner Kindheit einen merkwürdigen Traum, in dem ein Engel zu ihm spricht. Diesen hat er auch im Unterricht, in dem er öfter mal einschläft und dann mit Tränen in den Augen wieder aufwacht. Um das zu untersuchen, zerrt ihn Sohara zu dem etwas merkwürdigen und exzentrischen Sugata. Dieser erzählt den beiden von einem mysteriösen schwarzen Loch, das über der Erde kreist und für ihn einen neuen Kontinent darstellt. Er verbindet Tomokis Traum damit und will sich abends mit ihm treffen. Allerdings kommt etwas dazwischen und Tomoki wartet alleine am verabredeten Treffpunkt. Dort taucht plötzlich das schwarze Loch auf und ein Mädchen mit Flügeln fällt vom Himmel. Tomoki rettet es und bringt es zu sich nach Hause. Dort stellt sich heraus, dass sie Ikaros heißt und ein Kose-Angeloid ist, dazu da, ihrem Meister alle Wünsche zu erfüllen. Nach einigen perversen Wünschen, möchte Tomoki die Weltherrschaft, eher spaßig gemeint. Doch Ikaros nimmt den Wunsch ernst und die gesamte Menschheit wird ausgelöscht, um diesen Wunsch zu erfüllen. Zum Glück kann sie auch Tomokis nächsten Wunsch erfüllen und die Zeit wird zurückgedreht, sodass alles wie vor der Auslöschung ist.

©Suu Minazuki/KADOKAWASHOTEN/Solaoto Partners
Höschen, Höschen, Höschen

Da Ikaros nicht mit in die Schule kommen soll, gibt sie Tomoki eine Karte, mit der er ebenfalls Wünsche erfüllen kann, so wie sie selbst. Das führt jedoch dazu, dass Sohara durch einen unbeabsichtigten Wunsch ihr Höschen verliert, das wie ein Vogel davonfliegt. Wieder wird Rat bei Sugata gesucht und die Schülerratspräsidentin Mikako ist ebenfalls anwesend, da sie die Kindheitsfreundin von Sugata ist. In ihrer Verzweiflung, probiert Sohara alle möglichen Unterhosen an, doch alle fliegen davon. Da sie eine extreme Wut auf Tomoki entwickelt, spürt Ikaros dies und eilt zur Schule. Dort erfüllt sie Tomokis Wunsch, ihm noch mehr Unterhosen zu beschaffen, indem sie alle Höschen im Umkreis von 100m von den anwesenden Mädchen klaut. Nachdem auch das nichts bringt, fliegen die Höschen wie ein Vogelschwarm davon. Sohara und Mikako gehen daraufhin neue Höschen kaufen und bei Tomoki zuhause probiert Sohara alle an und erst das letzte Höschen kann den Fluch brechen.

Um sich von dem ganzen Stress zu erholen, machen Tomoki, Ikaros, Sugata, Mikako und Sohara einen Ausflug in die Natur. Dort werden dann Ikaros Mängel offenbart. Sie kann keine logischen Schlussfolgerungen und mathematischen Rechnungen absolvieren und auch beim Einkauf, auf den sie zum Test geschickt wird, hat sie ihre Probleme. Sugata, der misstrauisch wurde, ob Ikaros wirklich ein Kose-Angeloid ist, da sie mit Mach 24 fliegen kann und auch enorme Kräfte hat, stellt sie zur Rede. Doch Ikaros weiß selbst nicht genau, was sie ist und was ihre Ziele sind.

Die Höschen-Eskalation

Vom Ausflug zurück, kehren plötzlich alle weggeflogenen Höschen zu Tomoki zurück. Sohara bittet ihn, alle Höschen zu entsorgen und Tomoki verspricht es auch. Jedoch hat er Hintergedanken und schmückt sein gesamtes Haus mit den Höschen, statt sie wegzuschmeißen. Sohara hat vorgesorgt und mit Hilfe von Ikaros Kräften für einen Tag dafür gesorgt, dass alle Höschen, die Tomoki in seinem Haus ansieht oder berührt, explodieren. So unternimmt sie mit Ikaros einen schönen Tag im Café, während Tomoki verzweifelt versucht, aus seinem Haus zu entkommen, was sich als äußerst schwierig erweist, da wirklich in jedem Raum Höschen sind.

Irgendwann hat Sohara Mitleid und möchte nach Tomoki sehen, durch einen dummen Zufall wird sie aber ins Haus geschleudert und Tomoki, der entkommen konnte, macht sich ans Werk sie zu retten. Als Sohara zufällig seine Schmuddelheftchensammlung findet, erscheint ein von Tomoki am Tag zuvor erschaffener Höschenroboter, der seine Erotikmagazine beschützen sollte. Dieser schnappt sich Sohara und stellt sich Tomoki entgegen. Kann Tomoki sie retten, ohne dass sie durch die Höschen am Roboter zu Schaden kommt? Und was ist mit dem neu erschienenen blauhaarigen Engelsmädchen, das Tomoki und Ikaros aus der Ferne beobachtet? Das verraten wir noch nicht. Schaut euch dazu das erste Volume von „Angeloid – Sora no Otoshimono“ am besten selbst an.

©Suu Minazuki/KADOKAWASHOTEN/Solaoto Partners
Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Die Farben wurden oft hell und freundlich gewählt. Auch wenn der Anime ab 16 ist, sind keine Nippel oder Geschlechtsteile zu sehen. Durch einfache Grafiken wie  z.B. eine Kugel mit Flügeln werden diese teilweise verdeckt. CG-Elemente kommen ganz vereinzelt vor, wenn beispielsweise Ikaros mit Überschallgeschwindigkeit fliegt. Diese reihen sich aber problemlos ins Gesamtbild ein und fallen nicht störend auf. Das Bild ist für das ursprüngliche Alter der Serie (von 2009) gut gelungen, auch wenn die Schärfe nicht immer mit aktuellen Animes mithalten kann.

Ton und Synchronisation

Wie in den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (PCM Stereo Deutsch, PCM Stereo Japanisch) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist im Großen und Ganzen gut gelungen. Tomokis Stimme passte anfangs nicht ganz und es benötigte einige Zeit, sich daran zu gewöhnen. Bei allen anderen Charakteren passten die Stimmen aber auf Anhieb sehr gut zu den jeweiligen Charakteren.

©Suu Minazuki/KADOKAWASHOTEN/Solaoto Partners
Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von Angeloid – Sora no Otoshimono Vol. 1.

Der Anime kommt in einer Standard Amaray-Hülle daher. Als Illustrationsmotiv für die Amaray-Hülle wurde Ikaros im Vordergrund gewählt, während andere Charaktere wie Sohara, Mikako, Sugata und das mysteriöse Mädchen mit den blauen Haaren, dessen Namen man noch nicht erfahren hat, weiter im Hintergrund abgebildet sind. Das FSK-Logo ist fest aufgedruckt, lässt sich aber durch ein Wendecover verstecken.

Drei Sticker wurden als physische Extras beigelegt. Als digitale Extras sind ein Clean Opening und vier Clean Endings sowie einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von nipponart enthalten.

Fazit

„Angeloid“ ist ein Anime mit sehr eigenem Humor, der sich in Volume 1 zum Großteil auf Höschen konzentriert. Die Haupthandlung wird nur sehr langsam vorangetrieben und erst zum Ende des Volumes wird es minimal ernster. Ikaros ist ein Charakter, der sich mit der Welt noch nicht so recht auskennt und in viele Fettnäpfchen tritt. Leider fehlt ihr noch der Charme von ähnlichen Charakteren, wie Chii aus „Chobits“ oder Ren aus „DearS“. Die Synchronisation ist in Ordnung und die Animationen sind auf einem guten Niveau. Wer auf Ecchi und Comedy steht und mit total abgedrehtem Humor klarkommt, der kann bei „Angeloid“ durchaus Spaß haben, aber zumindest in Volume 1 schafft es der Anime noch nicht, klare Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln und sich von der Genre-Konkurrenz abzuheben. Wer jedoch gerne eine tiefgründige Story erleben möchte, für den ist „Angeloid“ nicht zu empfehlen.

Review: Angeloid – Sora no Otoshimono Vol. 1 [Blu-ray]
6.8 Team
Handlung5.5
Charakterentwicklung6
Animation8
Synchronisation7.5
Unterhaltung7
Allgemeine Daten
©Suu Minazuki/KADOKAWASHOTEN/Solaoto Partners

 

Publisher: nipponart

Genre: Comedy, Ecchi

Laufzeit: 100 min.

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: PCM Stereo Deutsch, PCM Stereo Japanisch

Bei Amazon bestellen

Angeloid – Sora no Otoshimono Vol. 1 [Blu-ray]
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Handlung

Tomoki Sakurai ist wie alle Jungs in seinem Alter. Das Interesse fürs andere Geschlecht wird immer größer, ansonsten lässt man es eher gemütlich angehen. Einzig ungewöhnlich sind die immer wiederkehrenden Träume von einem Mädchen, dass ihn um Hilfe bittet. Als eines Tages das Engelsmädchen Ikaros aus dem Himmel genau vor die Füße des High-School-Schülers fällt, sich an ihn kettet und ihn zu ihrem Meister ernennt, ist es passé mit dem verträumten Teenagerleben!


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Italo Beat Boy

Hab mir gestern auch die Bluray gekauft. Hier werden wirklich wieder Erinnerungen wach, denn „Sora no Otoshimono“ war mein erster Anime, den ich als Fansub gesehen hab. Vor knapp einem Jahrzehnt hab ich richtig mit Animes durchgestartet und da gehörten nicht nur haufenweise Bluray-Käufe, sondern auch Fansubs von Animes, die mich wirklich interessiert haben. Ein Fehlkauf konnte also immer ausgeschlossen werden, auch im Falle von „Angeloid“.