Review: Accel World Vol. 2

© REKI KAWAHARA/ ASCII MEDIA WORKS/ AW Project

Am 29. September 2017 veröffentlichte KAZÉ das zweite Volume der Animeserie Accel World auf DVD und Blu-Ray. Wie uns die Episoden 7 bis 12 der Adaption von Reki Kawaharas Geschichte gefallen haben, das erfahrt ihr wie immer in unserem Review.

Problematisch…

…, so könnte man die Situation beschreiben, in der sich Protagonist Haruyuki trotz des gelösten Konflikts mit seinem guten Freund Taku, plötzlich wiederfindet. Eigentlich froh beim VR-Game Brain Burst endlich auf Level 2 aufgestiegen zu sein, stellt sich heraus, dass er beim Level-Up zu überhastet gehandelt hat und nun nur noch mit einer Hand voll Punkten dasteht. Sollte er also sein nächstes Match verlieren, könnte Haruyuki Brain Burst für immer verlieren. Um das zu verhindern engagiert er einen Bouncer. Dabei handelt es sich um einen Spieler, der anderen für eine Gegenleistung zu Punkten verhilft. So kommt es, dass unser Protagonist auch seinen ersten Teamkampf in Brain Burst bestreitet und lernt, dass es nicht unbedingt nur auf das Level und die reine Stärke des Avatars ankommt.

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Nachdem sich die bedrohliche Situation etwas entspannt hat, können Kuroyukihime und Haruyuki nun auch Taku in ihrem Team begrüßen. Gemeinsam nehmen Sie an Kämpfen um die Hoheitsgebiete im Spiel teil. Als Haruyuki jedoch plötzlich ein kleines Mädchen bei sich zu Hause vorfindet, ist es mit der kurzen Ruhe schnell vorbei. Sie gibt sich zunächst als seine Cousine aus, die für wenige Tage zu Besuch ist, doch es gelingt unserem Protagonisten den Schwindel aufzudecken und er erfährt, dass es sich bei Yuniko in Wahrheit um den roten König in zweiter Generation handelt.

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Dieser ist auf der Bildfläche aufgetaucht, um den schwarzen König und seine Gruppe um Hilfe zu bitten. Ein Mitglied der roten Legion vergreift sich trotz des Nicht-Angriffspakts an anderen Spielern. Verantwortlich dafür ist eine verfluchte Rüstung, die ihrem Träger ihren Willen aufzwingt. Aufgrund ihrer Farbe werden all ihre Träger immer mit Chrome Disaster betitelt. Ziel der neuen Zweckgemeinschaft rund um Haruyuki ist es, Yuniko möglichst nah an Chrome Disaster heranzubringen, damit sie ihn mit dem sogenannten Judgement Blow ausschalten kann. Dabei handelt es sich um eine Attacke, die ein Legionsführer gegen ein Mitglied seiner Legion als Strafe anweden kann und die diesen direkt für immer aus dem Spiel befördert. Bei ihrer Mission treffen Haruyuki und Co. allerdings auf den gelben König, der dem Gespann einen Hinterhalt gestellt hat. Ob sich die Gruppe aus dieser misslichen Lage befreien kann und gleichzeitig das Problem mit Chrome Disaster in den Griff bekommt?

Charakterentwicklung

Mit Yuniko als Neuzugang unter den Charakteren kommt in den Episoden 7 bis 12 nochmal einiges an frischem Wind in die Geschichte von Accel World. Gleichzeitig lässt die Charakterentwicklung von Protagonist Haruyuki ein wenig zu wünschen übrig. Hat er sich in den ersten Episoden schon sehr zum Positiven verändert und zeigt trotz seines mangelnden Selbstbewusstseins immer wieder auch Momente der Stärke, so stagniert seine Entwicklung in Volume 2 auf diesem Niveau. Man darf also gespannt sein, wie sich Haruyuki in den zukünftigen Episoden weiterentwickeln wird.

Bild und Animation:

Das Bild kann für das Alter der Serie weiter punkten, auch wenn es einige wenige Szenen gibt, denen man die fünf Jahre anmerkt, die der Anime mittlerweile auf dem Buckel hat. Die Animationsqualität hingegen kann man als solide bezeichnen. Da die Episoden 7 bis 12 durch deutlich mehr Kampfhandlungen und ein breiteres Spektrum an Fähigkeiten deutlich höhere Ansprüche an die Animationsqualität stellen, als die ersten Folgen von Accel World, ist es wenig verwunderlich, dass die Serie hier nun hin und wieder einzelne Schwächen offenbart. Insgesamt ist die Qualität hier jedoch in Ordnung, egal ob es sich beispielsweise um Wind, Blitze, Explosionen oder Geschosse handelt. Ein Meisterwerk in dieser Hinsicht, darf man jedoch auch nicht erwarten.

© REKI KAWAHARA/ ASCII MEDIA WORKS/ AW Project
Ton und Synchronisation:

Vom Ton her sind bei Volume 2 der Serie keine Veränderungen zum Vorgänger zu beobachten. Das bedeutet, dass sich Käufer wieder auf eine DTS HD MA Audiospur in bester Qualität freuen dürfen, was auch für die Abmischung von Musik/Geräuschen und Stimmen gilt, die erneut sehr gut gelungen ist. Hier gibt es im Grunde nichts zu beanstanden.

Die deutschen Sprecher können im zweiten Volume weiter überzeugen. Einzig bei der Stimme von Kuroyukihime hat man an manchen Stellen vielleicht ein wenig das Gefühl, dass sie ein wenig alt für dne Charakter wirkt. Sobald diese aber in ihrem Burst Linker Outfit als Black Lotus agiert, wirkt die Stimme wieder extrem passend. Insgesamt machen jedoch alle Sprecher eine gute Figur, wenn es um die Umsetzung und das Herüberbringen der entsprechenden Gefühle geht. Das gilt für die bereits aus den ersten Episoden bekannten Sprecher genauso, wie für die Neuzugänge. Wer sich dennoch nicht mit den deutschen Stimmen anfreunden kann, der findet auf der Disc aber natürlich auch den japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln.

Physische Umsetzung:

Die physische Umsetzung ist wie gewohnt kein wertungsrelevanter Punkt unseres Reviews, dient euch als potenziellen Käufern jedoch immer als Information, auf was ihr euch einstellen könnt. Da wir uns die Blu-Ray-Variante des zweiten Volumes von Accel World anschauen konnten, beziehen sich die nachfolgenden Informationen und Bilder auf diese Version.

Volume 2 von Accel World kommt – wie schon das erste Volume – wiederum in einem eigenen dünnen Schuber daher, der nach oben und unten hin offen ist. Die Stabilität bringt diesem Schuber leider keine Pluspunkte ein, was jedoch unproblematisch ist, da sich später alle vier Volumes der Serie zusätzlich in dem Hartkarton-Sammelschuber befinden werden, der dem ersten Volume beilag und im Vergleich hoch stabil ist.

Die eigentliche Disc befindet sich wieder in einem Digipack, das zusätzlich erneut 3 Postkarten mit Motiven von Kuroyukihime enthält. Ein aufgedrucktes FSK-Logo befindet sich glücklicherweise nur auf dem Cover des Digipacks, nicht jedoch auf dessen Schuber. Weitere Extras gibt es diesmal nicht.

Fazit:

In Volume 2 von Accel World erfährt der Zuschauer nicht nur mehr über das Spiel Brain Burst, sondern auch über Kuroyukihimes Vergangenheit. Gleichzeitig tauchen mit dem roten und dem gelben König erstmals weitere Legionsführer auf und die Story verlagert sich ein wenig mehr in das Spiel, als es noch in den ersten Episoden der Fall wahr. Das tut der Action des Anime sehr gut, die von der hohen Anzahl an Konflikten in den Episoden 7 bis 12 profitieren kann. Gepaart mit dem soliden Bild und der weiterhin guten deutschen Synchronisation, ergibt sich so ein hoher Unterhaltungswert. Das 2. Volume von Accel World macht Lust auf mehr…

Review: Accel World Vol. 2
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Handlung8
Charakterentwicklung7.5
Animation7.5
Synchronisation8.5
Unterhaltung9
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Handlung:

Haruyuki hat Takumus Plan, Kuroyukihime aus dem Hinterhalt anzugreifen, vereitelt und ihr erbittertes Duell für sich entschieden. Auch ihre Freundschaft normalisiert sich und alles scheint wieder in bester Ordnung zu sein. Doch bald darauf taucht ein Mädchen namens Yuniko, die ebenfalls Burst-Linker ist, bei ihm zu Hause auf. Sie gibt sich als seine Cousine aus, doch er bemerkt schnell, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Als er Kuroyukihime davon erzählt, erfährt er, dass es sich bei seinem unerwünschten Gast um den Roten König in zweiter Generation handelt – den Nachfolger desjenigen, den sie einst enthauptete, und so für einen riesigen Aufruhr in der Welt von Brain Burst sorgte. Doch was bezweckt Yuniko mit ihrer energischen Annäherung und welche Rolle spielt für sie dabei Haruyuki?

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