Angeschaut: Detective Conan – The Fist of the Blue Sapphire

(C)2019 青山剛昌/名探偵コナン製作委員会

Wie euch sicher bereits bekannt ist, befindet sich unser Redakteur Noé derzeit in Japan als Auslandsstudent. Diese Zeit nutzt er natürlich auch, um regelmäßig ins Kino zu gehen und die neuesten Filme zu schauen, bevor sie bei uns in Deutschland zu sehen sind. Einer dieser Filme erregte dieses Jahr besonders viel Aufsehen, denn mit „Detective Conan: The Fist of the Blue Sapphire“ war Japan so ziemlich das einzige Land der Welt, in dem der eine Woche später erschienene Hollywood-Blockbuster „Avengers: Endgame“ nicht auf Platz 1 des Box Offices stand. Nachfolgend präsentieren wir euch nun Noés Eindrücke zu dem Film.

Hinweis: Noé hat den Film komplett auf Japanisch ohne Untertitel gesehen. Da sein Japanisch jedoch sehr limitiert ist, ist es gut möglich, dass er den Text einiger Filmpassagen gar nicht, oder nur teilweise verstanden hat. Bitte seht ihm dies nach.

ACHTUNG: Der nachfolgende Artikel kann leichte Spoiler zum Inhalt von „Detective Conan: The Fist of the Blue Sapphire“ enthalten. Wir haben jedoch darauf geachtet, dass wir nichts vorwegnehmen, was den Spaß beim Anschauen später einschränken könnte. 🙂

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Grundstory:

Der Film beginnt in dem bekannten Marina Bay Sands Hotel in Singapur, mit einer Dame namens Sherilyn Tan in der Hotelbar, die Besuch von einem älteren Herren namens Leon Lowe bekommt. Nach einem Gespräch zwischen den beiden, verlässt Tan offensichtlich empört die Bar. Man sieht sie erst später, als sie mit einem Messer im Rücken den Aufzug des Hotels verlässt und dabei einiges an Blut verliert. Nach mehreren Bombenexplosionen findet Lowe Tans Leiche und kooperiert mit den Behörden um den Fall aufzuklären. Als letztes sehen wir eine mit Blut im Aufzug angeklebte Visitenkarte von Meisterdieb Kaito Kid.

Anschließend schneidet der Film zu Conan, der Ai Haibara mal wieder nach einer ihrer Pillen fragt, um ihn kurzfristig wieder erwachsen werden zu lassen, da er mit Ran, Kogoro und Sonoko nach Singapur reisen möchte, um Makoto Kyogoku, Sonokos Liebschaft, bei einem dort stattfindenden Karate-Turnier zu unterstützen. Ai lehnt dies jedoch ab und frustriert verlässt Conan Professor Agasas Haus. Kurz darauf wird er verfolgt. Was zunächst nach Ran aussieht, ist jedoch in Wahrheit jemand Altbekanntes der Conan entführt. Als dieser wieder zu sich kommt, ist er in einem Koffer gefangen, aus dem er sich jedoch befreien kann, nur um nicht nur zu bemerken, dass er eine dunklere Hautfarbe hat, sondern auch, dass scheinbar Shinichi mit Ran unterwegs ist. Wie Conan jedoch recht schnell auffällt, handelt es sich dabei um Kaito Kid, welcher ihn auch entführt hat, um ihm zu helfen. Gleichzeitig hat er ihm eine dunklere Hautfarbe verpasst, damit Ran ihn nicht erkennt. Kid, verkleidet als Shinichi, stellt Conan daraufhin als lokaler Junge vor, und Conan nennt sich selbst Arthur Hirai. Kids Ziel ist das Stehlen des Blue Sapphires, eines gigantischen Saphirs, der in den Siegergürtel des Karate-Turniers eingelassen ist. Nun liegt es an Conan zu verhindern, dass Kaito Kid bei seinen Versuchen umgebracht wird! Zudem gilt es eine Intrige aufzuklären, die sich rund um den Saphir gebildet hat.

(C)2019 青山剛昌/名探偵コナン製作委員会

Charaktere:

Die bekannten Gesichter aus der „Detektiv Conan“-Anime-Serie kehren natürlich auch hier wieder zurück. Conan Edogawa (alias Shinichi Kudo), Ran Mori und Kogoro Mori sind alle genau so, wie wir sie kennen. Auch andere altbekannte Figuren wie Sonoko Suzuki und Kaito Kid sind mit von der Partie, stehen bei diesem Film jedoch besonders im Rampenlicht. Zum einen hätten wir Sonoko und Makoto, ihre Liebschaft, in den sie – so wird es immer wieder gezeigt – wirklich verliebt ist, und dem sie nicht nur schöne Augen macht, wie vielen anderen Männern. Ihre Beziehung wird in diesem Film ganz besonders in den Vordergrund gerückt und schreitet an manchen Stellen sogar weiter voran. Dieser Fortschritt wird jedoch immer wieder durch Kaito Kid, sagen wir, „gestört“, der sich mit seinen spektakulären Diebstählen ja schon in der Vergangenheit bei Sonoko beliebt gemacht hat. Seine immer wiederkehrenden Ankündigungen und Auftritte lassen Sonoko natürlich schwärmen, was wiederum Makoto extremst eifersüchtig macht. Heraus kommt eine „nicht-ganz-Dreiecksbeziehung“, die beim Zuschauen sehr viel Spaß gemacht hat.

Aber auch die neuen Charaktere sind äußerst interessant. Leon Lowe ist Besitzer einer Villa in Singapur, erfolgreicher Architekt und Ausrichter des Karate-Turniers. Er scheint der typische „reiche Mann“-Charakter zu sein, der seit Jahren zum Standard-Repertoire des „Detektiv Conan“-Franchises gehört, jedoch macht Lowe extrem viel Spaß und scheint immer sehr geheimnisvoll.
Auch noch zu Erwähnen wäre Rachel Cheongu, die Sekretärin und Assistentin von Lowe. Immer an seiner Seite und mindestens doppelt so geheimnisvoll wie Lowe selbst, versucht sie in mehreren Instanzen Kogoro und andere Männer zu ihrem (und/oder Lowes) Vorteil zu bezirzen, was ihr auch mehr als nur einmal gelingt. Ein interessanter Charakter, der leider etwas flach ausfällt.
Als letztes möchte ich Rishi Ramanathan erwähnen. Er ist Reserve-Polizist und hilft bei dem Mordfall und Terroranschlag zu Beginn des Films aus. Im weiteren Verlauf ist er irgendwie immer präsent, vermutlich, um die Überwachung des Turniers zu koordinieren. Er schien eine interessante Hintergrundgeschichte zu haben, aber leider hat mein Japanisch doch noch nicht ganz dafür ausgereicht.

(C)2019 青山剛昌/名探偵コナン製作委員会

Action und Film:

Hierzu kann ich nur sagen: Die Action in diesem Film ist „on Point“. Fans von Explosionen und spektakulären Stunts werden bei diesem Film definitiv auf ihre Kosten kommen. Die Fälle, die sich im Laufe der Story ansammeln, sind alle extremst mysteriös und miteinander verknüpft, sodass sich im Laufe des Films einige Hinweise zur Lösung des Rätsels ergeben, jedoch der gesamte Fall erst gegen Ende so wirklich Sinn ergibt. Das habe ich beim Schauen sehr zu schätzen gelernt, da dies – meiner Meinung nach – einen guten „Detektiv Conan“-Film ausmacht. Es gab sogar einige Kampfszenen, welche fast immer Makoto involvierten, und auch diese sind wunderbar choreografiert und animiert. Dafür vermerke ich ein extra Plus. Besonders möchte ich jedoch die Diebstahl- und Maskierungs-Szenen von Kaito Kid hervorheben, denn diese fügen sich nicht nur wunderbar in den Film ein, sondern strotzen nur so vor Spannung und Action – definitiv einige der besseren Kaito Kid-Beteiligungen im „Detektiv Conan“-Universum.

(C)2019 青山剛昌/名探偵コナン製作委員会

Fazit:

„Detective Conan: The Fist of the Blue Sapphire“ ist in seinem Kern klar ein typischer Conan-Film. Das wird jetzt für die meisten nicht überraschend kommen und scheint redundant, jedoch meine ich dies komplett positiv. Der Film ist eine Mischung aus dem Besten, was das Franchise zu bieten hat: Mysteriöse Fälle, Action, lustige Charakterinteraktionen und vor allem eine Menge Spaß warten auf alle, die den Film sehen möchten. Daher möchte ich hier eine wärmste Empfehlung für „Detective Conan: The Fist of the Blue Sapphire“ aussprechen. Und sind wir ehrlich: Wenn der Film es geschafft hat, mich in 110 Minuten davon zu überzeugen Singapur besuchen zu wollen (etwas, was der TV-Anime bereits für Japan geschafft hat), dann hat das schon etwas zu bedeuten. Abschließend möchte ich jedem auch den Titelsong des Films, „Blue Sapphire“, gesungen von Hiroomi Tosaka ans Herz legen. Das offizielle Musikvideo zu dem Song findet ihr hier.

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