Spiele-Review: Little Town Hero [Nintendo Switch]

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© GAME FREAK inc. All Rights Reserved.

Game Freak ist eigentlich für seine „Pokémon“-Spiele bekannt. Doch ab und an bringt das Studio auch Spiele raus, die eher unter den Radar fallen – einer dieser Titel ist „Little Town Hero“. Ursprünglich wurde das Spiel erstmals in Japan im Oktober 2019 für die Nintendo Switch und PlayStation 4 veröffentlicht. Seit Ende Juni dürfen wir nun endlich das Spiel selber in den Händen halten. Wie und ob uns das RPG gefallen hat, erfährt ihr in unserer Review.


Das Abenteuer beginnt

„Little Town Hero“ spielt sich in einem abgelegenen Dorf ab, das komplett von der Außenwelt abgeschottet ist. Unser Protagonist Axe, der Tagein und Tagaus in den hiesigen Minen arbeitet, träumt davon eines Tages die weite Welt zu bereisen. Das Problem: Die Dorfbewohner dürfen das Dorf unter keinen Umständen verlassen, koste es was es wolle. Der einzige Weg nach draußen führt durch das Schloss. Ungeachtet aller Vorschriften und Warnungen versuchen Axe und seine Freunde dennoch in das Schluss einzudringen. Bei ihrem Versuch kommen sie allerdings nicht weit, da sie vom Ritter Angard auf frischer Tat ertappt werden. Nach einer kleinen Standpauke schlägt Angard vor die Jungen in seine Fittiche zu nehmen, um sie zu trainieren.

Das bisher idyllische Dorfleben gerät eines Tages aus den Fugen als plötzlich ein gewaltiges Monster das Dorf angreift. Ausgerüstet mit einem mysteriösen Stein, den Axe in den Minen gefunden hat, stellt sich unser kleiner Held tapfer dem Monster in den Weg. Fortan wird das Dorf von zahlreichen Monstrositäten heimgesucht und es liegt nun bei Axe das Geheimnis rund um seine Heimat zu lösen.

Das Spiel zeichnet sich vor allem durch seine liebevoll gestaltete Welt aus. So wirkt diese sehr farbenfroh und lebendig. Insbesondere das Dorf mit seinen zahlreichen und abwechslungsreichen Schauplätzen, wie dem Wohnviertel oder der Einkaufsmeile, fallen dabei besonders positiv auf. Auch wirken die vielen unterschiedlichen NPCs nicht steif oder langweilig. Im Gegenteil, es ist sehr interessant zu sehen, wie sie ihr täglich Brot nach gehen und es macht wirklich Spaß sich mit ihnen zu unterhalten. Selbstverständlich sind auch einige Sidequests mit von der Partie, die zwar ein wenig monoton wirken, aber dennoch Unterhaltungswert haben.

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Ein Kampfsystem, der etwas anderen Art

Die Besonderheit von „Little Town Hero“ liegt im Kampfsystem: Zu Beginn eines jeden Kampfes haben wir fünf unterschiedliche Ideen oder auch „Izzits“ genannt, die in drei Aktions-Kategorien umgewandet werden können: Angriff, Verteidigung und Unterstützung. Doch um die Ideen auch in Taten zu verwirklichen, benötigen wir Punkte. Für den Anfang stehen uns nur drei Punkte zur Verfügung, die sich mit jeder Runde erhöhen. Haben wir uns für eine Aktion entschieden, so wird aus einem „Izzit“ ein „Dazzit“. Letztere kann dann in der nächsten Runde eingesetzt werden, sofern diese nicht durch gegnerische „Dazzit“ zerstört wird. Und hier liegt auch der Kern des Kampfes, denn wer die gegnerischen „Dazzits“ komplett zerstört, gewinnt das Match.

Musiktechnisch gibt es bei „Little Town Hero“ nicht viel zu sagen, außer das sie nicht wirklich auffällt. Zudem muss erwähnt werden, dass das Spiel keine Vertonung hat. Ähnlich wie bei „Animal Crossing“ geben die Charaktere Laute von sich, die von Untertiteln begleitet werden. Allerdings sind diese nur auf englisch, was doch sehr schade ist.

Fazit

„Little Town Hero“ ist ein sehr unterhaltsamer Titel für Zwischendurch. Die gute Grafik, die liebevoll gestaltete Welt und das Kampfsystem können auf ganzer Linie überzeugen. Doch kommt der Titel nicht ganz ohne Schwächen aus. So müssen wir auf eine deutsche Untertitelung verzichten und die Musik ist eher mittelmäßig. Wer sich allerdings davon nicht abschrecken lässt, kann man hier nichts falsch machen und beherzt zugreifen.

Spiele-Review: Little Town Hero [Nintendo Switch]
7.1 / 10 Team
Handlung7
Grafik8
Musik5
Spielspaß8.5
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Gameplay-Trailer:

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