Review: Tsugumomo Vol. 3 [Blu-Ray]

© Yoshikadu Hamada, Futabasha / Tsugumomo committee

Am 16. November 2018 veröffentlichte Nipponart das dritte Volume der Serie „Tsugumomo“ und damit auch gleichzeitig das Finale des Anime. Wir haben uns für euch mit Kazuya und Kiriha in den Kampf gegen eine feindlich gesinnte Urspruchsfluchreinigerin gestürzt und berichten euch in unserem Review, wie es uns gefallen hat.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Geist der Vergangenheit

An Kazuyas Schule geht das Gerücht um, dass bereits mehrfach eine eigentlich tote Schülerin gesichtet wurde, die zwei Jahre zuvor Selbstmord begangen hat: Eiko Nago. Auf Anfrage des Schülerratspräsidenten nehmen sich Kazuya und Kiriha dieser Thematik an und treffen dabei auf das Schülerzeitungsmitglied Nanako Nanakai, die ebenfalls Nachforschungen zu den Gerüchten anstellt. Als sich alle gemeinsam plötzlich dem Phantom von Eiko gegenübersehen, wird klar, dass es sich bei Nanako um Eikos jüngere Schwester handelt, die nicht nur auf der Suche nach dem nie aufgetauchten Abschiedsbrief ihrer Schwester ist, sondern die dadurch auch den Amasogi erschaffen hat.

Es stellt sich heraus, dass die Anführerin des Nishina-Fanclubs, eines beliebten Jungen aus ihrer Klasse, den Abschiedsbrief die ganze Zeit unter Verschluss hatte, da sie befürchtete darin als eine der für den Selbstmord verantwortlichen Klassenkameradinnen von Eiko dargestellt zu werden. Als der Inhalt des Briefs jedoch endlich enthüllt wird, wird klar, dass Eiko von einem Bewuchs befallen war, der sie dazu bringen wollte, ihre kleine Schwester umzubringen. Stattdessen hat sie jedoch den Freitod gewählt. Auch der Amasogi von Eiko ist von diesem Bewuchs befallen und es hat es auf Nanako abgesehen. Kazuya und Kiriha gelingt es jedoch rechtzeitig, den Amasogi zu vernichten.

© Yoshikadu Hamada, Futabasha / Tsugumomo committee
Sunao Sumeragi

Nach dieser kurzen eher unabhängigen Story, die dem Zuschauer im Grunde noch einmal die Auswirkungen der Ursprungsfluchreinigung vor Augen führt, wendet sich die Serie ihrem finalen Handlungsabschnitt zu, denn mit Sunao Sumeragi taucht eine weitere junge Ursprungsfluchreinigerin auf, die Kazuya seinen Platz streitig machen will. Es stellt sich heraus, dass Kazuyas Mutter Kanako Sunao in der Vergangenheit unabsichtlich die Möglichkeit genommen hat, für ihren bei einem Auftrag verstorbenen Bruder Rache zu nehmen. Aus diesem Grund musste Kazuyas Mutter als Feindbild herhalten und einige Duelle mit Sunao über sich ergehen lassen, die sie aber alle für sich entschied.

Nun, nach Kanakos Tod, steht Kazuya im Fokus von Sunaos Aufmerksamkeit, die ihn zudem für völlig ungeeignet hält, die Nachfolge seiner Mutter anzutreten. Aus diesem Grund bittet sie Kukuri darum in einem Duell gegen Kazuya ausfechten zu dürfen, wer tatsächlich Ursprungsfluchreiniger der Region sein sollte. Kazuya ist wenig motiviert und verkriecht sich lieber in seinem Zimmer. Durch eine emotionale Rede gelingt es Kiriha jedoch, Kazuha zu dem Kampf und vorherigem Training zu überreden.

Der Entscheidungskampf

Als der Tag des Kampfes gekommen ist, stellt Kukuri Wasserpuppen bereit, die sicherstellen, dass keiner der Kontrahenten körperlichen Schaden davonträgt. Stattdessen nehmen die Puppen den Schaden auf. Wessen Puppe auch immer zuerst zerbrechen mag, der hat den Kampf verloren. Dumm nur, dass dieser Schutz nicht für die Tsukumogami gilt und Kiriha gegenüber Kotetsu, einem Schwertgeist, als Obi durchaus im Nachteil ist.

Der Kampf wird also ein Duell der Willenskraft, der Taktik und der Stärke, bei dem es nicht nur um Kazuyas Position als Ursprungsfluchreiniger geht, sondern auch darum, Sunao klarzumachen, dass Tsugumomo mehr sind als bloße Werkzeuge ihrer Meister. Die Frage ist nur, ob Kazuya und Kiriha stark genug sind, um es mit ihrer Kontrahentin aufzunehmen…

Bild und Animationen

Wenig überraschend kommen auch die finalen Episoden von „Tsugumomo“ im heute üblichen Standardformat von 16:9 daher und bieten eine Auflösung von 1080p. Dabei bleibt man sich treu und liefert weiterhin ein stets scharfes Bild, dessen positiver Eindruck durch recht statische Hintergründe, denen oft die Details fehlen, etwas getrübt wird. Farblich orientiert man sich dabei weiterhin an gemäßigten Tönen und streut nur hin und wieder Ausnahmen ein.

Da im finalen Volume wieder einige Actionszenen im Fokus stehen, rücken hier auch wieder die Animationen in den Vordergrund. Dabei bestätigt sich der Eindruck, dass diese durchaus ordentlich ausfallen, aber qualitativ dennoch nicht über den Durchschnitt hinausreichen. Insgesamt ist das Bild der Serie aber in Ordnung.

Ton und Synchronisation

Auch den Ton bekommen wir analog der ersten Volumes geliefert, was bedeutet, dass sich Fans der deutschen Vertonung wieder auf eine 5.1 Surroundtonspur im DTS HD MA Format freuen können, welche qualitativ wenig Wünsche offenlässt und auch Besitzer von hochwertigen Soundsystemen zufrieden stellen sollte. Der japanische Ton kommt indes wieder im PCM Stereoformat daher – ohne Zweifel qualitativ mindestens genauso gut, wie der deutsche Ton – das daher nur zwei Lautsprecher ansteuern kann. Hier muss jeder Zuschauer selbst wissen, wo er für sich die Prioritäten setzt. Yasuharu Takanashis tolle musikalische Untermalung kommt übrigens in beiden Tonfassungen weiterhin gut zur Geltung.

Was die deutsche Übersetzung und Vertonung angeht, so gelingt es das anfängliche Niveau bis zum Schluss durchzuhalten. Das bedeutet, dass die Sprecher weiterhin eine solide Leistung abliefern, die an der ein oder anderen Stelle sicherlich ihre kleinen Intonationsschwächen aufweist, gesamthaft aber solide ist. Gleiches gilt für das Dialogbuch, das seiner Linie bis zum Schluss treu bleibt und nie zu sehr abdriftet. So ergibt sich gesamthaft ein rundes Bild, auch wenn zu einem Meisterwerk der Synchronisationskunst sicherlich noch einiges fehlt.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits von unseren Rezensionen kennt, hat die physische Umsetzung des Produkts auch diesmal keinerlei Einfluss auf die Gesamtwertung des Reviews, dient euch als potenziellen Käufern jedoch als Anhaltspunkt, auf was ihr euch bei einem Kauf einstellen könnt. Die nachfolgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Variante des dritten Volumes „Tsugumomo“. (Wichtiger Hinweis: Bitte beachtet, dass das zusätzliche Buttonset sowie der Sammelschuber nur im Lieferumfang enthalten sind, wenn ihr direkt im Shop von Publisher Nipponart bestellt!)

Auch Volume 3 kommt wie seine Vorgänger in einer normalen Amaray-Blu-Ray-Hülle daher. Auf dem Cover ist diesmal Sunao Sumeragi zu sehen, die im Verlauf des dritten Volumes ihren ersten Auftritt im Anime hat. Wie bei den ersten Volumes auch, haben wir es mit einem Wendecover zu tun, das in seiner alternativen Fassung nicht nur das störende FSK-Zeichen verschwinden lässt, sondern auch die Zensur des Covers selbst. Das gleiche unzensierte Motiv ziert zudem das beiliegende Booklet, das neue Informationen zu den Episoden und den Charakteren der Serie enthält, sowie den Sticker. Auf Fotos dieser Parts haben wir daher wieder einmal verzichtet.

Unzensiert kommen übrigens auch die drei Buttons daher, die ihr bei Bestellung im Nipponart Shop als zusätzliches Extra erhaltet und auf denen die drei Covermotive abgebildet sind. Auch der Schuber ist ein exklusives Extra aus dem Nipponart-Shop und zeigt Kazuya und Kiriha auf der Front. Insgesamt kommt der Sammelschuber hinreichend stabil daher, wenn es sich auch nicht um ein komplett hartes Material handelt. Digitale Extras sind übrigens auch diesmal nicht vorhanden.

Fazit

Bleibt „Tsugumomo“ zu Beginn zunächst im Trott des zweiten Volumes gefangen und erzählt uns eine handlungsmäßig eher unabhängige Geschichte, der man zunächst einmal nur die Zusatzinformationen zur Ursprungsfluchrache als wichtige Information abgewinnen kann, gehen die finalen Episoden anschließend in einen dreiepisodigen finalen Handlungsabschnitt über, der eine gewisse Kontinuität aufkeimen lässt.

Die Ereignisse rund um Sunao Sumeragi werden dabei in einer für die Serie eigentlich untypischen Detailtiefe dargestellt, egal ob es ihre Vergangenheit oder den Kampf gegen Kazuya betrifft. Dass die Serie gegen Ende hin also ein wenig Tempo herausnimmt und sogar in einen kleinen Arc übergeht, tut dem Ganzen durchaus gut, kommt jedoch zu spät, um die Kohlen komplett aus dem Feuer zu reißen. Schaut man sich die letzte Hälfte der finalen Episode von „Tsugumomo“ an, stellt man zudem fest, dass die Serie, wie viele andere Animes auch, vor allem eines sein möchte: Werbung für die Manga-Vorlage.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass „Tsugumomo“ durchaus unterhaltsam sein kann, man muss sich als Käufer nur vorher im Klaren darüber sein, dass man es mit einer Serie zu tun hat, die neben ihren Action- und Comedy-Elementen vor allem auch von Fanservice lebt. Wer damit kein Problem hat, der kann problemlos zugreifen und wird durch den Anime sicherlich unterhalten. Das Erlebnis bleibt dabei aber stets durchschnittlich und kann sich bis zum Schluss leider nicht aus der Masse ähnlicher Serien hervortun. Darüber täuschen auch die tolle musikalische Untermalung, die zumindest solide deutsche Vertonung und das recht gute Bild nicht hinweg.

Review: Tsugumomo Vol. 3 [Blu-Ray]
6.7 Team
Handlung6.5
Charakterentwicklung6
Animation7
Synchronisation7
Unterhaltung7
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 16. November 2018

Publisher:  Nipponart

Genre: Comedy, Ecchi, Supernatural, Action

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 5.1 Deutsch und PCM Stereo Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Sunao Sumeragi, eine Fluchreinigerin aus einer anderen Region, erscheint mit ihrem Schwert Kotetsu und fordert Kazuya zum Duell heraus, um ihm seine Position streitig zu machen. Dieser zieht sich aber lieber zurück. Erst nachdem ihn Kiriha mit viel Überzeugungskraft motiviert hat, stellt er sich dem Mädchen im Kampf. Es kommt zum großen Showdown zwischen zwei Fluchreinigern mit ihren Tsukomogami, den nur derjenige für sich gewinnen kann, der ein größeres Vertrauen in seinen Partner hat …


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