Review: Tsugumomo Vol. 2 [Blu-Ray]

© Yoshikadu Hamada, Futabasha / Tsugumomo committee

Seit dem 31. August 2018 ist auch das zweite Volume der Animeserie „Tsugumomo“ im Handel verfügbar. Wir haben uns in weitere vier Episoden mit Kazuya und Kiriha gestürzt und verraten euch in unserer Review, wie es uns gefallen hat.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Spezialtraining

Kazuya findet sich plötzlich in der Position eines Ursprungsfluchreinigers wieder. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist es jedoch nötig, dass er perfekt mit dem Obi umgehen kann. Auch wenn er im Kampf mit Kukuri bereits einen hervorragenden Umgang mit diesem Werkzeug bewiesen hat, so schien es sich dabei mehr um Zufall zu handeln. Kiriha beschließt also, ihm in einem Spezialtraining Nachhilfe zu geben. Dabei stellt sich Kazuya jedoch eher mäßig begabt an.

In seiner Schule wird er jedoch plötzlich in einen neuen Zwischenfall mit einem Amasogi verwickelt. Ein neuer Club, der Pen and Paper RPGs spielt, möchte gerne offiziell anerkannt werden, was der Schülersprecher jedoch strikt ablehnt. Ein Clubmitglied erschafft jedoch unbewusst einen Zeichenblock-Amasogi, der alles auf ihm gezeichnete zum Leben erweckt. So kommt es, dass sich Kazuya und seine Freunde plötzlich Auge in Auge mit einem Minotaurus wiederfinden. Nur durch einen Geistesblitz und geschickten Umgang mit dem Obi gelingt es ihm, die Situation zu retten.

© Yoshikadu Hamada, Futabasha / Tsugumomo committee
Dating Sim in der Schule

Der nächste Amasogi lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Wie sich herausstellt hat Kazuyas Kindheitsfreundin Chisato einen Verehrer, dessen Liebesgeständnis sie jedoch abblitzen lässt. Unbewusst erschafft dieser einen Amasogi aus einem Videospiel, der die ganze Schule in ein Dating Sim Game verwandelt. Es kommt zu Gesprächsevents bei denen man durch geschickte Antworten das Zuneigungslevel der Mädchen steigern kann.

Um Chisato vor ihrem sturen Verehrer zu retten und den Amasogi zu vernichten, bleibt Kazuya nichts anderes übrig, als selbst zu versuchen seine Kindheitsfreundin zu erobern. Was anfänglich angesichts der langen Dauer ihrer Freundschaft recht gut machbar erscheint, erweist sich jedoch als deutlich schwerer, so dass Kazuya nur mit Hilfe eines Bugs eine zweite Chance bei Chisato bekommt und es schließlich schafft, den Amasogi zu beseitigen.

Heimatlos wider Willen

Derweil bricht der ohnehin angeschlagene Schrein von Kukuri in sich zusammen, so dass die Göttin gezwungen ist, gemeinsam mit Kokouyou umzusiedeln. Doch auch der Unterstand auf einem Spielplatz, der den beiden als provisorischer Schrein dient, wird dem Erdboden gleich gemacht. So kommt es dazu, dass auch Kukuri und Kokouyou bei Kazuya daheim einziehen – sogar mit dem Einverständnis seines Vaters, der Kiriha, die er bereits aus seinen Jugendtagen kennt, einfach nichts entgegenzusetzen hat.

Um finanziell nicht ganz so lausig dazustehen, drängt Kiriha Kukuri dazu, sich bei der benachbarten Göttin Taguri erneut Geld zu leihen. Dumm nur, dass diese einige seltsame Vorlieben hat, die sie im Rahmen eines Memory-Spiels, bei dem ein zu leihender Geldbetrag erspielt werden kann, auslebt. Derweil erscheint in der Schule ein weiterer Amasogi, der Kazuyas, beim anderen Geschlecht eher unbeliebten Freund Shirou urplötzlich in einem Haremkönig verwandelt. Es stellt sich heraus, dass dieser unbewusst einen Amasogi aus einem Eau de Toilette erschaffen hat, das nun alle Frauen geradezu magisch anzieht. Bei dem Versuch den Amasogi zu zerstören bekommt Kazuya jedoch eine gute Ladung des Duftstoffes ab, was bei ihm daheim zu einigen „speziellen“Szenen im Bad führt – Fanservice natürlich inbegriffen!

Bild und Animationen

Wie bereits die ersten Episoden der Serie, werden uns natürlich auch die auf dem zweiten Volume enthaltenen Folgen in einer Auflösung von 1080p und dem Standardformat 16:9 präsentiert. Davon abgesehen bestätigen sich bezüglich der Bildqualität die Eindrücke, die wir bereits im ersten Volume von „Tsugumomo“ gewonnen haben. Die Bilder bleiben stets scharf, wobei jedoch die Details in den Hintergründen meist auf der Strecke bleiben. Farblich bewegt man sich weiterhin gemäßigt und gönnt sich nur hin und wieder einige Ausnahmen von dieser Regel (siehe die Haarfarben einiger Charaktere).

Zu den Animationen lässt sich nicht viel Neues sagen, da sich actionreiche Szenen im Verlauf der Episoden 5 bis 8 in Grenzen halten. Kommt es doch einmal dazu sind die Animationen von „Tsugumomo“ in Ordnung, aber maximal im durchschnittlichen Bereich angesiedelt – da wäre mehr drin gewesen!

Ton und Synchronisation

Der Ton präsentiert sich wie das Bild konform zum ersten Volume der Serie. Dabei dürfen sich Zuschauer, die sich für die deutsche Tonspur entscheiden, erneut auf das DTS HD MA Format freuen, das uns wieder über eine Surroundtonspur geliefert wird. Damit sollten auch Besitzer eines Mehrkanalsoundsystems hinreichend bedient sein. Wer stattdessen lieber auf den japanischen Originalton umschwenken möchte, der muss sich mit dem PCM Stereoformat begnügen. Rein qualitativ muss sich dieses natürlich nicht verstecken, bedient jedoch nur zwei Lautsprecher gleichzeitig. Angesichts der geringen Actiondichte im zweiten Volume der Serie, ist das jedoch völlig unproblematisch. Ansonsten lässt sich wieder die Hintergrundmusik der Serie hervorheben, der man den Stil von Komponist Yasuharu Takanashi (Naruto, Fairy Tail) weiterhin deutlich anhört.

Die deutsche Synchronisation bewegt sich in den Folgen 5 bis 8 der Serie auf gleichbleibend solidem Niveau. Sicherlich hätte die ein oder andere Stelle ein wenig emotionsreicher herüberkommen können. Im Großen und Ganzen machen die gewählten Sprecher jedoch einen guten Job. Auch das Dialogbuch ist weiterhin sehr gefällig und gönnt sich dabei keine zu extremen Freiheiten, weiß jedoch trotzdem den Witz der Serie ins Deutsche zu übertragen.

Physische Umsetzung

Ihr kennt es natürlich: Wie von uns gewohnt fließt die physische Umsetzung des Produkts nicht in die Gesamtwertung unseres Reviews ein. Dennoch enthalten wir euch eine Beschreibung derselben nicht vor, damit ihr euch als potenzielle Käufer ein Bild des Produkts machen könnt. Die nachfolgenden Beschreibungen und Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version des zweiten Volumes von „Tsugumomo“.

Wie bereits das erste Volume wird auch Tsugumomo Vol. 2 in einer normalen Amaray-Blu-Ray-Hülle ausgeliefert. War auf dem Cover des ersten Volumes noch Kiriha abgebildet, ziert diesmal Kazuyas Kindheitsfreundin und Klassenkameradin Chisato in lasziver Pose das Cover. Mal wieder sehr bemerkenswert: Nutzt ihr die zweite Seite des Wendecovers, so verschwindet nicht nur das FSK-Logo, sondern das Covermotiv präsentiert sich euch plötzlich in seiner ganzen unzensierten Pracht. Das gleiche unzensierte Motiv findet ihr übrigens auch als Sticker im Inneren der Hülle sowie auf dem beiliegenden Booklet. Aus diesem Grund haben wir auf Fotos dieser Parts verzichtet. Auf digitale Extras hat man wieder verzichtet. Stattdessen enthält die Disc nur die Episoden 5 bis 8 der Serie.

[Anmerkung: Leider ist dem Publisher beim Erstellen des Booklets offenbar ein Fehler unterlaufen, denn die Beschreibung der achten Episode wurde fälschlicherweise mit dem Text zur vierten Episode befüllt.]

Fazit

Hat die Serie in ihren ersten Episoden durchaus Potenzial gezeigt, auch aus ihrer Handlung etwas zu machen, so hat man dieses zumindest in den Episoden 5 bis 8 noch nicht wahrgenommen. Stattdessen bekommen wir es mit ein wenig Geplänkel mit neuen Amasogi, einer Geschichte rund um Kukuris finanzielle Nöte und starkem Fanservice zu tun. Käufer der Serie sind sich natürlich bewusst, dass man es hier größtenteils mit einer Fanservice gespickten Ecchi-Komödie zu tun hat – für Volume 2 gilt dies jedoch noch einmal ganz besonders.

Wer damit rechnet, der wird jedoch sicherlich durch „Tsugumomo“ unterhalten. Dennoch bewegt sich die Serie nur im durchschnittlichen Bereich.

Review: Tsugumomo Vol. 2 [Blu-Ray]
6.6 Team
Handlung6
Charakterentwicklung6
Animation7.5
Synchronisation7
Unterhaltung6.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 31. August 2018

Publisher:  Nipponart

Genre: Comedy, Ecchi, Supernatural, Action

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 5.1 Deutsch und PCM Stereo Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Um seiner Aufgabe, den Ursprungsfluch zu reinigen, gerecht zu werden, braucht Kazuya ein Spezialtraining, das ihn dafür fit macht. Kiriha triezt den Jungen bis zur körperlichen Erschöpfung.
Währenddessen treiben weitere Amasogi in der Schule ihr Unwesen. So muss Kazuya dem Schulsprecher Tadataka helfen. Dieser wird mit einem Monster erpresst, einen neuen Schulclub zuzulassen und ihm Räume zu geben.
Auch Chisato hat einen lästigen Verehrer am Hals, der Kurzerhand die ganze Schule in ein Dating-Spiel verwandelt. Aber auch zu Hause hat Kazuya alle Hände voll zu tun, als plötzlich Kukuri und Kokouyou bei ihm einziehen, da ihr Schrein eingestürzt ist …



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