Review: Triage X Vol. 2 & 3

Im Juli, respektive August 2017, veröffentlichte Publisher KAZÉ Volume 2 bzw. 3 der Animeserie Triage X. Da uns beide Volumes zur gleichen Zeit vorliegen, haben wir uns diesmal an ein Doppelreview gewagt, indem wir die beiden Veröffentlichungen zur gleichen Zeit beleuchten. Wie uns die Episoden 5 bis 10 sowie die zugehörige OVA gefallen haben, das erfahrt ihr natürlich in unserem Review.

Action durch und durch

Gleich ab Beginn des zweiten Volumes bleibt Triage X der Linie treu, die sich bereits in den ersten vier Episoden der Serie abgezeichnet hat. So wundert es kaum, dass auch die weiteren Episoden gleich mit kompromissloser Action starten. Auf der Einweihungsfeier des neuen Gebäudes des hiesigen TV-Senders hat sich eine Gruppe Krimineller eingeschlichen, die die Kontrolle über das Bauwerk übernehmen und die sich dort befindlichen Personen als Geiseln in Gewahrsam nehmen. Zu dieser großen Gruppe von Leuten gehören auch jede Menge Idols, die zur Feier der Einweihung gerade Teil einer speziellen Show waren. Eines dieser Idols wird von den Geiselnehmern vor laufender Kamera hingerichtet, um den Menschen den Ernst der Lage bewusst zu machen.

Ebenfalls im Gebäude: Das 14-jährige Idol Oriha Nashida – ihres Zeichens auch Mitglied in der Organisation Black Label. Durch einen glücklichen Zufall konnte Sie der Geiselnahme entgehen und versucht nun, sich den Angreifern im Inneren des Gebäudes entgegenzustellen. Gleichzeitig macht sich ein weiteres Team der Organisation Black Label auf den Weg, um ihr zur Seite zu stehen und Sie aus ihrer misslichen Lage zu retten.

Wie sich später herausstellt gehörten die Geiselnehmer zur Verbrecherorganisation Syringe. Gleichzeitig taucht die Yakuza-Organisation rund um den mächtigen Tobishiro-Clan auf der Bildfläche auf und ein gefährliches Spiel beginnt, das sich nicht nur um die neue Droge Platinum Lily, sondern auch um den vernichtet geglaubten Virus D99 dreht. Masamune Mochizuki, Gründer von Black Label, hat diesen Virus einige Jahre zuvor erforscht. Richtig angewendet kann dieser dazu verwendet werden, das Immunsystem für kurze Zeit lahmzulegen und somit eigentlich unmögliche Transplantationen ermöglichen. Anschließend muss der Virus mit Hilfe der entsprechenden Impfung aus dem Körper entfernt werden. Der letzte Mensch, bei dem diese Technik zum Einsatz kam, ist Arashi. Da der D99-Virus in den falschen Händen jedoch eine immense Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt, wurde der Erreger vermeintlich vernichtet, tauchte nun jedoch erneut auf. Für Black Label ist es also höchste Zeit zu handeln!

Ein Ende, dem das Ende fehlt…

Auch wenn der Anime also wieder jede Menge Action zu bieten hat, so ist doch interessant, dass die Serie nicht mit einem fulminanten Finale endet, das man eigentlich erwarten würde. Stattdessen ist vor allem die finale Folge eher ruhig und spielt sich größtenteils im Bad ab, was unweigerlich zu noch exzessiverem Fanservice führt, als er bei Triage X sowieso schon vorhanden war. Zudem erleben wir einen alltäglichen Einsatz von Arashi und seiner Partnerin Mikoto mit; die nun endlich aufgebaute Hauptstory wird im Anime jedoch gegen Ende hin nicht mehr angetastet. Somit fungiert die Serie vielleicht noch mehr als viele andere animierte Projekte als Einladung an den Zuschauer, sich den weiteren Verlauf der Geschichte mit Hilfe der Mangas zu Gemüte zu führen. Den Anime-Zuschauer ansich lässt dies aber mit einem leicht leeren Gefühl zurück. Irgendwie hätte man sich einen klareren Abschluss gewünscht, der einem hier jedoch vorenthalten wird.

Auch die OVA bringt hier keine Bessserung. Diese spendiert dem Zuschauer einen Rückblick in die Vergangenheit und beleuchtet die Geschichte von Sayo Hitsugi, die in den finalen Episoden der TV-Serie ebenfalls eine tragende Rolle spielt. Zudem erfahren wir mehr über ihre Beziehung zu ihrer Kollegin Yūko Sagiri.

© 2015 Shouji Sato/KADOKAWA Fujimishobo/TRIAGEX Partners
Bild und Animation:

Im Bereich der Animationen kann Triage X das hohe Niveau der ersten Episoden bis zum Ende hin halten. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man sich Lichteffekte, Fahrzeuge oder die Animationen der actiongeladenen Kampfhandlungen anschaut. Alle sind von hoher Qualität, was man bei einer so auf Action fokussierten Serie allerdings auch erwarten kann.

Das Bild ist ebenfalls weiterhin auf gutem Niveau. Neben vielen Details bekommt der Zuschauer auch eine ansehnliche Bildschärfe in der bekannten Auflösung von 1920×1080 geboten.

Ton und Synchronisation:

Beim Ton gibt es unseren Ausführungen aus dem Review zu Volume 1 nicht wirklich viel hinzuzufügen. Im bekannten DTS HD MA Format präsentiert sich der Ton von Triage X gewohnt qualitativ und lässt maximal eine Surroundspur vermissen. Ein wenig entschädigt wird der Zuschauer durch die hervoragende Abmischung von Geräuschen/Musik sowie Stimmen, die bei der actionreichen Serie einen echten Pluspunkt darstellt.

Die Synchronisation hingegen ist wieder eine zweischneidige Klinge. Zum einen ist die Leistung der Sprecher eigentlich sehr gut. Das Dialogbuch ist ebenfalls gut gelungen und transportiert die allgemeine Stimmung und das Feeling des Anime gut in die deutsche Sprache. Umso ärgerlicher ist es, dass wie bereits in den ersten Episoden zuvor ein weiterer Fauxpas passiert ist. Erneut gibt es eine Szene, die jede Lippensynchronität vermissen lässt. Dabei sind die Charaktere durch die für das Bild genutze Einstellung zwar nur sehr klein zu sehen, wer jedoch aufmerksam ist, sieht sofort, dass die Mundbewegungen hier überhaupt nicht zum Ton passen. Schade, dass an dieser Stelle ein wenig geschlampt wurde, denn davon einmal abgesehen, gibt die deutsche Umsetzung ein richtig gutes Bild ab.

Physische Umsetzung:

Die physische Umsetzung ist wie gewohnt kein wertungsrelevanter Punkt unseres Reviews. Sie dient euch als potenziellen Käufern jedoch als Information, auf was ihr euch einstellen könnt. Die nachfolgenden Informationen und Bilder beziehen sich auf die Blu-Ray-Versionen von Triage X Vol. 2 und 3.

Nachdem KAZÉ uns das erste Volume der Serie im schicken Sammelschuber und mit jeder Menge Postkarten als Extras geliefert hat, kommen Volume 2 und 3 jeweils sehr viel rudimentärer daher. Beide Veröffentlichungen nutzen dabei eine Standard-Amaray-Hülle, um die Disc unterzubringen. In dieser Hülle steckt jeweils ein Cover mit aufgedrucktem FSK-Zeichen, was jedoch dank der von KAZÉ bereits standardmäßig gewohnten Wendecover überhaupt kein Problem darstellt. Extras finden sich diesmal keine in den Hüllen, was bei der Menge an Postkarten, die dem ersten Volume beilagen, aber auch nicht verwunderlich erscheint. Somit darf sich der Käufer bei Trige X Vol. 2 und 3 auf zwei grundsolide Veröffentlichungen freuen, die den Sammelschuber komplettieren.

Fazit:

Auch in den abschließenden Episoden bleibt Triage X seiner Linie treu. Neben jeder Menge kompromissloser Action bekommt der Zuschauer auch erneut viel nackte Haut zu sehen. Die Handlung gewinnt dabei zwar nicht an inhaltlicher Tiefe, sondern kommt thematisch eher klischeehaft daher – was der Unterhaltung jedoch keinen Abbruch tut. Dennoch zieht einen die Geschichte in ihren Bann, was es umso ärgerlicher macht, dass dem Anime ein echtes Ende fehlt. Auch wenn die Geschichte nicht komplett aufgelöst wird, hätte man hier sicher Optionen gehabt, der Serie einen würdigen und actionreichen Abschluss zu liefern. Stattdessen gleicht die Spannungskurve einer Glockenfunktion, die gegen Ende hin immer flacher wird, was der Serie eigentlich nicht gerecht wird. Stimmige Animationen und gute Bildqualität gepaart mit hervorragendem Ton und einer soliden deutschen Umsetzung, die an einigen wenigen Stellen jedoch unverkennbare Mängel aufweist, machen Triage X so insgesamt zu einer soliden Veröffentlichung mit einem guten Unterhaltungswert für Actionliebhaber und Ecchi-Freunde. Wer auf intellektuell anspruchsvollere Unterhaltung steht, ist hier aber vermutlich eher fehl am Platz.

Review: Triage X Vol. 2 & 3
6.5 Team
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Handlung5
Charakterentwicklung5.5
Animation8
Synchronisation7
Unterhaltung7
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Handlung:

Vol. 2

Per Live-Übertragung droht ein Mann namens Wild Hunt mit Erschießungen im 30-Minuten-Takt, sollte sich die Organisation Black Label nicht melden. Zuvor hatte eine Gruppe bewaffneter Männer die Eröffnungsfeier im neuen Gebäude des Senders NEO TV gestört und vor laufenden Kameras ein bekanntes Idol umgebracht. Doch Black Label ist längst vor Ort und ihre Sprengstoffexpertin gewinnt ganz schnell Wild Hunts Aufmerksamkeit. Allein auf sich gestellt, muss Oriha nun schleunigst herausfinden, was die Geiselnehmer bezwecken. Um auch weiterhin operieren zu können, müssen ihre Organisation und Identitäten geheim bleiben – um jeden Preis. Plötzlich bricht der Kontakt zu Oriha ab …

Vol. 3

Polizistin Suzue ist den Machenschaften der Gruppe Syringe bedrohlich nahegekommen und soll daher verschwinden. Doch auch der Tobishiro-Clan versucht an Informationen zu kommen und schnappt sie den Zwillingsschwestern von Syringe weg. Während die Polizistin der Foltermeisterin Tobishiros vorgesetzt wird, um in Erfahrung zu bringen, wer ihren Frachter voll mit der neuen Droge Platinum Lily im Hafen versenkt hat, geben sich die Schwestern nicht geschlagen. Black Label fühlt sich für die Entführung verantwortlich, da ihr Informant und Suzues Kollege sie nicht beschützen konnte. Ein Sender an ihrer Kleidung verrät zwar ihren Aufenthaltsort, doch ging das Signal vor mehr als acht Stunden verloren. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt …

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