Review: The Asterisk War Vol. 1

Am Freitag, den 23. Februar 2018, startete Publisher peppermint anime die Veröffentlichung der Animeserie „The Asterisk War“ mit dem ersten Volume. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns diese ersten sechs Episoden genauer angeschaut. Wie uns die erste Zeit in Asterisk, der Stadt auf dem Wasser, gefallen hat, das erfahrt ihr natürlich in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Eine schicksalhafte Begegnung…

„The Asterisk War“ beginnt mit einer schicksalhaften Begegnung der beiden Protagonisten, die böse Zungen vermutlich eher klischeehaft nennen würden. Dem jungen Ayato Amagiri, der gerade an seiner neuen Schule in Asterisk, der Stadt auf dem Wasser, angekommen ist, wird wie durch einen verrückten Zufall ein besticktes Taschentuch direkt vor die Füße geweht. Da Ayato auf eine Schule für Genestella geht, bei denen es sich um Menschen mit besonderen Fähigkeiten handelt, die ihre Kräfte im Kampf mit Lichtwaffen messen, ist es kaum verwunderlich, dass der Junge statt dem normalen Weg über die Eingangstür lieber den direkten Weg durch das Fenster nimmt, aus dem das Taschentuch gefallen zu sein scheint. Dabei platzt er jedoch in einem denkbar ungünstigen Moment herein und überrascht seine neue Mitschülerin Julis beim Umziehen. Zu allem Überfluss ist Julis-Alexia von Riessfeld keine gewöhnliche Schülerin, sondern die Prinzessin eines entfernten europäischen Landes namens Lieseltania.

©2015 Yuu Miyazaki, PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION / Asterisk Project

Wie nicht anders zu erwarten fordert sie den Neuankömmling zum Duell, um ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen. Dieses wird jedoch unsanft unterbrochen, als eine unbekannte Person versucht, einen Anschlag auf Julis auszuüben. Kurz darauf trifft zudem die hübsche Claudia ein, ihres Zeichens Schülersprecherin und zudem offenbar sehr interessiert an Ayato. Anschließend erfahren wir mehr über die Welt, in der die Geschichte spielt und über Ayatos Motive. In Asterisk messen sich sechs Schulen für Genestella in regelmäßigen Wettkämpfen. Dabei steht bald wieder die Phoenix Festa an und Claudia erklärt Ayato, dass er sich im Falle eines Sieges im Grunde alles wünschen kann, was sein Herz begehrt. Dieser hat jedoch kein echtes Interesse daran, denn wie sich herausstellt wünscht er sich stattdessen Informationen über seine verschwundene Schwester Haruka, die ehemals eine Schülerin der Akademie gewesen sein soll. Offenbar wurden die Daten im Archiv jedoch manipuliert, denn es existieren keine Aufzeichnungen mehr. Nur die Tatsache, dass sich seine Schwester als Schülerin die Lichtwaffe (oder Ogre Lux) Ser Veresta ausgeliehen hat, scheint fast sicher zu sein.

Das Ser Veresta

Natürlich interessiert sich Ayato brennend für das Ser Veresta und bittet um einen Kompatibilitätstest. Nur wer diesen mit über 80% besteht, darf sich das gewünschte Ogre Lux ausleihen. Am Ort des Geschehens trifft er jedoch auf Lester McPhail, der nicht nur zu den stärksten Schülern der Akademie gehört und sich als Julis Rivale betrachtet, sondern sich ebenfalls für das Ser Veresta interessiert. Das beruht jedoch nicht auf Gegenseitigkeit, denn die Waffe gerät in seinen Händen schnell außer Kontrolle und kann glücklicherweise von Ayato unter Kontrolle gebracht werden. Durch seinen hohen Kompatibilitätswert kommt es zudem dazu, dass er sich das Ser Veresta ausleihen darf.

©2015 Yuu Miyazaki, PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION / Asterisk Project

In seiner neuen Klasse trifft Ayato zudem überraschenderweise auf Saya Sasamiya, eine Freundin aus Kindertagen, deren Vater neue Waffensysteme entwickelt. Schnell stellt sich so etwas wie eine Rivalität zwischen Julis und Saya ein, wenn es um den gemeinsamen Freund geht, denn mittlerweile kommt die junge Prinzessin leidlich mit unserem Protagonisten aus. Auf einem gemeinsamen Ausflug wird Julis jedoch wieder attackiert und es wird klar, dass irgendjemand ihre Teilnahme an der nächsten Festa verhindern möchte. Wir erfahren außerdem vom noblen Ziel der Prinzessin: Julis möchte die Phoenix Festa für sich entscheiden, um Geld für den Unterhalt eines Waisenhauses zu gewinnen. In diesem wohnen Kinder, die ihr in der Vergangenheit treue Freunde waren, doch die Finanzierung geht aktuell zur Neige.

Eine Falle

Kurz darauf erhält Julis einen mysteriösen Brief, der sie an einen abgeschiedenen Ort beordert. Natürlich ahnt sie, dass es sich dabei um eine Falle handelt, was sie freilich nicht davon abhält, dennoch an besagtem Ort aufzutauchen. Dort trifft sie auf Silas Norman, einen der Lakaien von Lester, der ihr eröffnet, dass er für die Angriffe auf ihr Leben verantwortlich ist. Auch Lester selbst taucht am Ort des Geschehens auf, ist jedoch ahnungslos und soll seinem ehemaligen Kumpel nur als Sündenbock für seine Missetaten dienen. Natürlich sind seine beiden Gegner extrem stark, doch Silas nutzt seine Fähigkeit magische Puppen zu kontrollieren um eine enorme zahlenmäßige Überlegenheit auszuspielen. Tatsächlich reicht dies aus, um Julis in arge Bedrängnis zu bringen. Kurz vor dem entscheidenden Angriff der Puppen taucht Ayato auf und rettet seine Klassenkameradin. Gleichzeitig eröffnet er ihr, dass sie irgendwie zu seiner Daseinsberechtigung geworden ist bzw. er es sich zum Ziel gemacht hat, sie zu schützen.

Ayato gelingt es anschließend die Puppenarmee auszuschalten und durch Julis Flugfähigkeit können die beiden den fliehenden Silas einholen und zur Strecke bringen. Gleichzeitig erfahren wir, dass Ayato seine enorme Kraft nur für wenige Minuten nutzen kann, bevor er in einen Zustand der Schwäche und Bewusstlosigkeit verfällt. Grund ist eine Art Bann, mit dem seine Schwester ihn in Kindertagen belegt hat. Die genauen Gründe dafür sind jedoch zunächst schleierhaft. Trotz dieses enormen Handicaps entscheiden sich Julis und Ayato dafür, als Team bei der kommenden Festa anzutreten.

Die Drahtzieher

Durch die hochentwickelte Panzerung der magischen Puppen von Silas wird schnell klar, dass nur die Schule Allekant hinter den Angriffen stecken kann, da nur diese über die nötige Technologie verfügt. Auf der anschließenden Versammlung der Schülersprecher der sechs Schulen wird aber überraschenderweise bekannt gegeben, dass sich Allekant und Ayatos Schule Seidoukan zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun, um neue Lichtwaffen zu entwickeln. Auch wenn es nicht offen gesagt wird, hat Claudia das Wissen um die Taten der Allekant offensichtlich nutzen können, um diese zu einer für sie unvorteilhaften Partnerschaft zu zwingen und hochentwickelte Technologien zu erlangen.

Das führt auch dazu, dass die Schülesprecherin mit den beiden Allekant-Schülerinnen Ernesta Kuhne und Camilla Pareto vor Julis und Ayato auftaucht. In diesem Moment lässt Ernesta durchblicken, dass es sich bei den magischen Puppen von Silas um ihre Kreation handelt und droht Ayato flüsternd an, dass er beim nächsten Mal nicht so viel Glück hat, denn schließlich nimmt sie auch an der Festa teil. Der anschließende verspielte Kuss auf seine Wange trägt auch nicht unbedingt dazu bei, die Wogen zu glätten und bringt Julis auf die Palme.

©2015 Yuu Miyazaki, PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION / Asterisk Project
Die stärkste Schülerin

Kurz darauf trifft Ayato durch Zufall auf Kirin Toudou, die Nummer 1 der Seidoukan Akademie. Diese wird von ihrem Onkel unter Druck gesetzt und unser Protagonist greift in eine Auseinandersetzung der beiden ein. Es kommt zu einem Duell zwischen Ayato und Kirin, dass das junge Mädchen schlussendlich für sich entscheiden kann. Das Duell der beiden bezahlt unser Protagonist übrigens damit, dass er seine wahre Stärke der Öffentlichkeit preisgegeben hat. Das zwingt ihn und Julis die Strategie für die anstehende Festa zu überdenken. Ayato hat jedoch eine neue Verbündete gewonnen, die ihn auch immer wieder bei seinem täglichen Training begleitet.

Bei einer morgendlichen Jogging-Runde werden die beiden von kleinen Drachen angegriffen, die offenbar synthetischer Natur sind. Beim Kampf kommt es zu einer überraschenden Situation und wir werden mit einem Cliffhanger zurückgelassen.

Bild und Animationen:

Wie von aktuellen Veröffentlichungen gewohnt, liegt das Bild im 16:9 Format bei einer Auflösung von 1080p vor. Dabei kommen die verwendeten Farben stets gut zur Geltung. Schaut man sich allein die Haarfarben der wichtigsten Charaktere an, sieht man schnell, dass sich für den Anime am gesamten Farbspektrum bedient wurde. Gleichzeitig kommt das Bild stets scharf daher und bietet angenehme Kontraste und Lichteffekte.

Auch die Animationen können überzeugen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Explosion oder um einen Schwertkampf handelt. Die Qualität der Animationen ist so oder so sehr ansehnlich. Hier bleibt zu hoffen, dass die Serie dieses Niveau in den kommenden Episoden aufrechterhalten kann.

Ton und Synchronisation:

Bei dem Ton können Käufer wie üblich zwischen einer deutschen Tonspur und dem japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln wählen. Dabei liegt der Ton zwar im DTS-HD Master Audio Format vor, das qualitativ über jeden Zweifel erhaben ist, uns wird jedoch „nur“ eine Stereospur geliefert. Normalerweise lässt sich dieses minimale Manko gut ignorieren, bei einer eher actionreichen Animeserie, wie es „The Asterisk War“ durchaus ist, ertappt man sich aber doch immer wieder Mal auf der Suche nach einer Surroundspur. Eine solche hätte dem Ton in entscheidenden Kampfszenen mehr Druck und Tiefe verliehen. Natürlich kann sie aber auch nur auf einem entsprechenden Soundsystem zur Geltung kommen, weshalb der Kreis der Nutznießer natürlich limitiert gewesen wäre.

Was die Synchronisation angeht, so machen im Grunde alle deutschen Sprecher einen durchaus guten Job. Protagonist Ayato fällt dabei anfangs ein wenig aus der Reihe, da die Performance hier tatsächlich immer wieder einmal etwas hölzern und platt wirkt, grundsätzlich schlecht ist sie jedoch nicht. Über die Episoden hinweg entwickelt sich das Ganze aber durchaus positiv, so dass die Leistung gegen Ende des ersten Volumes schon deutlich besser zu bewerten ist. Bei den restlichen Sprechern tut sich vor allem Katharina Iacobescu als weibliche Protagonistin Julis-Alexia von Riessfeld hervor, die einen tollen Job macht. Insgesamt ist die Synchronisation also bis dato absolut in Ordnung.

Physische Umsetzung:

Ihr kennt es schon: Die physische Umsetzung ist wie gewohnt kein wertungsrelevanter Punkt unseres Reviews, dient euch als potenziellen Käufern jedoch als Information, auf was ihr euch einstellen könnt. Uns lag zur begutachtung die Blu-Ray Version des ersten Volumes vor, weshalb sich alle nachfolgenden Informationen und Bilder auch darauf beziehen.

Das erste Volume von „The Asterisk War“ kommt in einer Standard Amaray Hülle für Blu-Rays daher, die jedoch in einem eigenen Pappschuber steckt, welcher nach oben und unten hin offen ist. Diese Aufmachung sind wir von peppermint anime bereits gewöhnt, denn sie wurde so ähnlich bereits bei Titeln wie Erased oder Plastic Memories verwendet. Der Unterschied: Diesmal kommt eine dünnere Variante der Blu-Ray-Hülle zum Einsatz, als es bei den vorgenannten Animes der Fall war.

Das Design des Schubers ist hübsch anzusehen und zeigt auf der Front unsere weibliche Protagonistin Julis. Positiv anzumerken ist, dass das FSK-Logo nur aufgeklebt ist und ohne größere Schwierigkeiten und Rückstände entfernt werden kann. Leider erscheint der Schuber jedoch wenig stabil, so dass man immer ein wenig vorsichtig damit umgehen sollte. Hier sollte man auf einen Sammelschuber hoffen, den peppermint anime ja für die ein oder andere Serie schon einmal gesondert anbietet.

Auf physische Extras hat man bei der Veröffentlichung diesmal komplett verzichtet. Einzig die Disc findet sich im inneren der Blu-Ray-Hülle, die von einem eher schlichten weißen Cover geziert wird, das ebenfalls Julis zeigt. Das FSK-Zeichen ist hier ignorierbar, da die Hülle sowieso meist in ihrem Schuber steckt. Als digitale Extras wurden dem Ganzen übrigens einige Trailer, das Clean Opening sowie sechs Mini-Clips, bei denen es sich um die Webvorschau der einzelnen Episoden handelt, beigefügt.

Fazit:

Den ersten sechs Episoden der Serie gelingt es auf unterhaltsame Weise, den Zuschauer in die Handlung einzuführen und ihm die wichtigsten Charaktere näherzubringen. Auch wenn böse Zungen den Anime vermutlich als klischeehaft bezeichnen würden, so hat „The Asterisk War“ doch einige interessante Eigenheiten zu bieten, die die Serie sehenswert gestalten. Ein Beispiel stellt dabei Ayato Amagiri dar, der zwar sehr stark ist, sich diese Stärke jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Protagonisten hart erarbeiten musste. Das wird bei den immer wieder gezeigten Trainingseinheiten deutlich. Gleichzeitig muss er sich mit dem Handycap seines Zeitlimits herumschlagen. Auch Julis ist ein gutes Beispiel. Die junge Prinzessin zeigt zwar immer wieder Tsundere-Tendenzen, sie äußert ihre Gefühle jedoch oft auch recht offen und zeigt öfter Verständnis für Ayato. Gepaart mit gutem Bild und Ton und entsprechender Action sorgen diese Eigenheiten also für einen durchaus hohen Unterhaltungswert, der sich hoffentlich auch in den kommenden Folgen bestätigt.

Review: The Asterisk War Vol. 1
7.4 Team
Handlung7
Charakterentwicklung8
Animation7.5
Synchronisation7
Unterhaltung7.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 23. Februar 2018

Publisher:  peppermint anime

Genre: Action, Ecchi, Sci-Fi

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

 

Bestellen bei Amazon.de:

The Asterisk War Vol. 1 [Blu-ray]
The Asterisk War Vol. 1 [DVD]

Handlung:

Nach Invertia, einer Katastrophe, die die ganze Welt veränderte, entstand eine neue Menschenrasse mit besonderen Fähigkeiten: Die Genestella.
In Asterisk, der Stadt auf dem Wasser, messen junge Genestella aus sechs verschiedenen Schulen in der sogenannten Festa ihre Kräfte. Dem Sieger winkt dabei die Erfüllung eines Wunsches.
Der freundliche und etwas naive Ayato tritt in die Seidoukan-Schule in Asterisk ein, um diesen Preis für sich in Anspruch zu nehmen. Dort wird er jedoch gleich Hals über Kopf in einen Kampf mit dem Star der Schule verwickelt: Julis, die Hexe der Flammenpracht. Jetzt muss Ayato beweisen, dass er der Herausforderung gewachsen ist, denn wie soll er sonst bei der Festa bestehen?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.