Manga Review: Yunas Geisterhaus [Band 1]

YURAGISO NO YUUNA-SAN © 2016 by Tadahiro Miura/SHUEISHA Inc.

Am 4. April 2018 veröffentlichte KAZÉ den ersten Band der Mangareihe „Yunas Geisterhaus“ im deutschen Handel. Wie uns der erste Ausflug in das etwas andere Geisterhaus gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Manga-Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Endlich ein ganz normales Leben als Oberschüler…

…, das ist es, was sich Protagonist Kogarashi Fuyuzora wünscht. Der junge Mann hat nämlich das Problem, dass er bereits seit seiner frühen Kindheit Geister sehen kann und mehr noch: Er zieht diese praktisch an wie ein Magnet! Das beschert nicht nur seinem direkten Umfeld, sondern auch ihm selbst ungeahnte Probleme. Als nämlich der Geist eines Börsenspekulanten von ihm Besitz ergreift, verzockt Kogarashi Haus und Hof und landet auf der Straße. Um seinem Schicksal entgegenzuwirken hat unser Protagonist seine Mittelschulzeit jedoch dazu genutzt, die Abwehr von Geistern zu trainieren. Nun ist er auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft und einem Nebenjob und hofft dadurch zum Beginn seiner Oberschulzeit endlich ein normales Leben führen zu können.

Bei seiner Wohnungssuche wird er schnell fündig: Das ehemalige Onsen Yuragiso hat nämlich noch ein Zimmer frei – und das zu einem absoluten Spottpreis! Klar, dass die ganze Sache auch einen Haken hat: In dem alten Gebäude soll es Spuken, seitdem die Leiche einer Schülerin im Außenbecken aufgefunden wurde. Kogarashi sieht jedoch auch die Chance darin, denn sollte es ihm gelingen den Geist zu vertreiben, verspricht ihm der Vermieter kostenloses Wohnrecht! Einen besseren Ansporn für unseren abgebrannten Protagonisten gibt es im Grunde nicht.

Das Geistermädchen taucht auf

Vor der Geisteraustreibung kann man sich aber auch schnell noch ein entspannendes Bad im noch intakten Onsen des Hauses gönnen. Dabei trifft Kogarashi jedoch schneller als ihm lieb ist auf den Geist des Hauses! Bei diesem handelt es sich zu seinem Schrecken jedoch um die hübsche Yuna Yunohana. Das Problem: Unser Protagonist kann Geister nur mit roher Gewalt austreiben – doch wie könnte ein Gentleman ein hübsches Mädchen schlagen?! Yuna ist indes zwiegespalten zwischen der Freude, dass sie endlich jemand in ihrer ursprünglichen Form sehen kann, was nur Menschen mit ungewöhnlicher spiritueller Veranlagung glückt, und ihrer Scham darüber, dass der Fremde sie splitterfasernackt gesehen hat. Regt sich Yuna jedoch auf, wird sie ungewollt zum Poltergeist und verursacht auch schonmal die eine oder andere Kleinkatastrophe…

Kurz nach dieser ersten Begegnung trifft Kogarashi auch auf die weiteren Bewohner des Yuragiso. Bei den Vieren handelt es sich nicht nur um hübsche Mädels, sondern es wird schnell klar, dass keiner der Anwesenden „normal“ ist. Neben Kogarashi und dem Geistermädchen Yuna leben im Haus nämlich auch noch Sagiri Ameno, ihres Zeichens Dämonenvernichter-Ninja, Nonko Arahabaki, die von einem Oni-Anführer abstammt, Yaya, die von einem Katzengeist besessen ist und die Wirtin des Hauses Chitose Nakai, ein Zashiki Warashi, wobei es sich um einen Glück bringenden Hausgeist handelt, der das Schicksal ändern kann. Unser Protagonist befindet sich als physisches Geistmedium also in allerbester Gesellschaft!

Plötzlich Zimmergenossen

Kogarashi zieht im Yuragiso übrigens in Zimmer Nummer 4 ein. Wie es der Zufall will ist dies auch Yunas Raum, den der Geist zumindest während der Nachtruhe nicht verlassen kann. So kommt es, dass die beiden zu unfreiwilligen Zimmergenossen werden. Das führt gepaart mit Yunas unruhigen Schlafgewohnheiten immer wieder zu morgendlichen Poltergeistanfällen! Aber auch die restlichen Bewohnerinnen des Yuragiso sind nicht vor Zwischenfällen sicher, bei denen Kogarashi stehts ungewollt als Perversling dasteht.

Da bleibt als Ruheort eigentlich nur die Schule, von der sich unser Protagonist endlich etwas Normalität erhofft, nachdem seine Grund- und Mittelschulzeit seinen Problemen mit Geistern zum Opfer gefallen sind. Die interessierte Yuna lässt es sich jedoch nicht nehmen Kogarashi in die Schule zu begleiten und so kommt es wie es kommen musste: Gerade in der neuen Schule angekommen gilt Kogarashi nach einem Zwischenfall mit der hübschen Chisaki Miyazaki bereits als hoffnungsloser Perverser. Da hilft es seinem Image nicht gerade, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt und sich als Geistmedium vorstellt. Im Nachhinein bekommt Kogarashi jedoch dennoch Kontakt zu einigen Mitschülern, zu denen auch Chisaki zählt, die ein übernatürliches Problem hat…

Manga Review: Yunas Geisterhaus [Band 1]
7 Team
Gesamtwertung7
Fazit

Im ersten Band von Yunas Geisterhaus präsentiert uns Tadahiro Miura den Beginn einer verrückten Geistergeschichte. Neben schlüpfrigem Humor ist diese vor allem mit jeder Menge Fanservice gespickt: Von Höschenblitzern bis hin zu nackten Brüsten wird dabei die ganze Palette bedient. Wer damit jedoch kein Problem hat oder gar wegen des Fanservice zuschlägt, der bekommt eine durchaus verrückte aber lustige Geschichte präsentiert, die ihren Humor vor allem aus den verschiedenen übernatürlichen Fähigkeiten der Bewohner des Yuragiso zieht. Neben dem Fokus des Mangas auf seine sehr speziellen Charaktere, die jedoch gut herausgearbeitet worden sind, dürfen sich Käufer zudem auf eine gelungene deutsche Übersetzung freuen.

Allen Ecchi-Liebhabern sei der Manga wärmstens ans Herz gelegt. Aber auch all jenen, die über Fanservice hinwegsehen können und einfach auf der Suche nach einer etwas verrückten und lustigen Geschichte sind, sollte Yunas Geisterhaus gute Unterhaltung liefern. Wer viel nackte Haut jedoch scheut und auf eine Story mit viel Tiefgang hofft, der wird besser zu Alternativen greifen.

DIE HARTEN FAKTEN

YURAGISO NO YUUNA-SAN © 2016 by Tadahiro Miura/SHUEISHA Inc.

Deutscher Titel: Yunas Geisterhaus

Originaltitel: Yuragiso no Yuuna-san (ゆらぎ荘の幽奈さん)

Mangaka: Tadahiro Miura

Genre: Shonen, Comedy, Ecchi, Harem

Band: 1

Erscheinungstermin: 4. April 2018

Kapitelanzahl: 7

Seiten: 191

Extras:

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Yunas Geisterhaus – Band 1

Handlung:

Kogarashi hat den sechsten Sinn, er kann Geister sehen – und das nervt ihn gewaltig. Damit er endlich ein ganz normales Leben als Oberschüler führen kann, hat er sich dem Exorzismus zugewandt. Doch arm und obdachlos wie er ist, bleibt ihm nichts Anderes übrig, als in ein „Geisterhaus“ zu ziehen, dessen Miete – wen wundert´s – spottbillig ist. Es dauert nicht lange, bis er auf seine „Mitbewohner“ trifft, doch was er zu sehen bekommt, haut ihn glatt aus den Latschen! Wie soll er diesem super sexy Geistermädchen und ihren Freundinnen auch nur ein Haar krümmen? Aber vielleicht kann er der Toten ja helfen, dem Grund für ihr Spuken auf die Spur zu kommen.

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