PERSONA 5 ©2016 by ATLUS, Hisato Murasaki/SHOGAKUKAN Inc.
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Schon seit mehr als 20 Jahren erfreut sich die Videospielreihe „Persona“ großer Beliebtheit. Von Funko POP! Figuren, bis hin zu Anime-Adaptionen – Das Franchise ist gar nicht mehr wegzudenken. Der Verlag TOKYOPOP vertreibt seit dem 09. Februar 2022 die Manga-Reihe „Persona 5“ in Deutschland. Wir haben uns den ersten Band dazu angeguckt und wie uns das Ganze gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Die Handlung

Seit eines bestimmten Vorfalls wurde das Leben des jungen Akira Kurusu auf dem Kopf gestellt. Als er an einem Abend nichtsahnend die Straße langlief, bekam er die hysterischen Hilferufe einer Frau mit. Mutig stellte er sich dem Täter entgegen und rettete die junge Dame vor einem Übergriff. Leider hat Akira den Täter dabei leicht versetzt, woraufhin dieser verklagt wurde. Das Urteil – Ein Jahr auf Bewährung und das trotz heldenhafter Zivilcourage. Seitdem wird Akira regelmäßig von Albträumen heimgesucht, die ihn schweißgebadet aufstehen lassen. Der vermeintliche Straftäter wurde seiner alten Schule verwiesen und musste in eine neue Gegend ziehen. Auf dem Weg zu seinem neuen Domizil, einem kleinen Zimmer über dem Café Leblanc, muss Akira sich erst an das schnelle Leben in Shibuya gewöhnen. Überall Menschen, die herumschwirren und dazu das hohe Polizeiaufkommen. In den letzten Tagen gab es eine Vielzahl an Katastrophen, die immer wieder in den Zeitungen und im Fernsehen aufgerollt werden. Um das Café Leblanc zu finden, holt Akira sein Smartphone aus der Tasche und muss feststellen, dass eine fremde App in seinem Telefon vorhanden ist. Woher kommt die App und was kann man damit machen? Als dieser draufklickt, hält die Zeit inne. Keiner kann sich mehr bewegen außer Akira. Was ist das nur für ein drückendes Gefühl? Die Sekunden verstreichen und das normale Leben kehrt wieder ein. War das alles nur ein schlechter Traum?

Im Café ankommen, räumt er sein Hab und Gut ein und ruht sich im Bett aus. Ein Blick auf das Smartphone verrät, dass die geheimnisvolle App schon wieder aufgetaucht ist. Die Neugier gewinnt erneut die Oberhand, sodass er wieder mal draufklickt, doch erstmal scheint nichts zu passieren. Stattdessen wirkt er vom Design der App hypnotisiert, bis er in einer Gefängniszelle aufwacht. Dort wird er von zwei jungaussehenden Gefängniswärterinnen aufgefordert, Haltung anzunehmen. Immerhin steht er vor dem Meister. Und tatsächlich entpuppt sich im Hintergrund eine weitere Gestalt. Der Meister gibt sich als Igor zu erkennen und teilt Akira mit, wo er sich gerade befindet. Dieser Raum ist der sogenannte Velvet Room und befindet sich zwischen Traum und Realität, zwischen Verstand und Materie. Nur wer durch einen Vertrag gebunden ist, darf ihn betreten. Der Zustand dieses Raumes spiegelt die Verfassung des Herzens wider und Akira scheint sich wie ein Gefangener zu fühlen. Leider ist die Zeit für sämtliche Erklärungen um, sodass Akira wieder in seinem Bett aufwacht. Die Fesseln fühlen sich an wie die Realität, doch es war wohl wieder nur ein Albtraum, oder?

So langsam versucht Akira Kurusu sein Leben wieder auf die Reihe zu kriegen und wird erstmals seine neue Schule, die Shujin-Akademie, besuchen. Auf dem Weg zur Schule orientiert er sich an den Schüler:innen, die das ähnliche Schuloutfit tragen wie er. Um Schutz vor dem Regen zu suchen, stellt er sich ins Trockene und fischt sein Smartphone aus der Tasche. Bevor er damit interagieren kann, gesellt sich eine hübsche Mitschülerin zu Akira und beide stehen schweigend nebeneinander, bis ein Auto vorfährt. Es ist ein erwachsener Mann, der den beiden eine Fahrt zur Schule anbietet. Akira lehnt dankend ab, doch das Mädchen steigt widerwillig ein. Akira bemerkt, dass sie etwas bedrückt. Wenig später stellt sich heraus, dass der fremde Mann ein Lehrer an der Shujin-Akademie ist, der einen zweifelhaften Ruf hegt. Von Missbrauchsvorwürfen ist die Rede und er selbst hält sich für den unantastbaren König. Auf dem Weg trifft er einen weiteren Mitschüler namens Ryuji Sakamoto, der ihn über dies alles aufgeklärt hat. Kurz vor der Schule angekommen, ändert sich die Stimmung schlagartig. Da, wo einst die Schule war, steht ein gigantisches Schloss?!

Um sich nicht noch weiter zu verspäten, betreten die beiden die Schule im neuen Gewand und werden da schnurstracks von gigantischen Wesen in einer ritterlichen Rüstung kampfunfähig geschlagen. Erneut wacht Akira im Gefängnis auf, doch dieses Mal ist er nicht alleine, sondern mit Ryuji. Die ersten Versuche aus der Zelle auszubrechen schlugen fehl und plötzlich nehmen die beiden eine weitere Stimme wahr. Die fremde Person teilt den beiden mit, dass sie sich nicht in der Schule befinden. Vielmehr ist dieser Palast die Verkörperung verzerrter Begierden und existieren lediglich in einer Parallelwelt. Da die beiden Schüler hergefunden haben, heißt es im Klartext, dass die etwas besonderes sind. Doch wer in der Schule würde seine Habgier so manifestieren können? Die Antwort ist offensichtlich – Es ist der Lehrer Kamoshida, der nun ebenfalls im Schloss auftaucht. Sie haben ihn mit Majestät und König anzusprechen, immerhin befinden die sich in seinem Schloss. Ryuji war schon immer rebellisch und pfeift darauf, was Kamoshida sagt. Als Dank muss er ordentlich einstecken. Akira versucht zwar dazwischen zu gehen, doch auch er wird kurzerhand erledigt. Immer und immer wieder wird Ryuuji geschlagen, doch wie soll Akira helfen? Völlig wutentbrannt nimmt er eine Stimme im Inneren wahr, die neue Kräfte in ihn erwachen lassen. Sein ganz eigener Persona gibt sich zu erkennen – Es ist der Räuber der Dämmerung Arsène!

Die Geschichte vom ersten Band des „Persona 5“-Mangas ist an dieser Stelle noch lange nicht zu Ende erzählt. Fans der Videospielreihe werden sich schnell heimisch fühlen, denn der eigentliche Plot wird nahezu eingehalten. Sei es die Vorstellung der Charaktere oder der erste größere Gegner in Form des Lehrers Kamoshida. Gerade wenn man bedenkt, dass der Protagonist im Videospiel wortkarg ist, muss man den Charakter Akira Kurusu hier neu formen. Interessant ist hier der Punkt, dass auch die Gedankengänge der Charaktere beschrieben werden, wodurch deutlich mehr Leben entsteht, als im grandiosen Videospiel. Was anfängt als ein typischer Fantasy-Manga, entpuppt sich über die Seiten als durchaus tiefgründiger. Allen voran wird hier ein Thema angesprochen, was in manchen Schulen durchaus vorkommt – Der Machtmissbrauch von Lehrkräften und die Folgen dadurch. Können die Schüler den Lehrer aufhalten und seine dunklen Geheimnisse ans Licht bringen? Und was hat es mit den Personas auf sich? Das alles und noch vieles mehr erfahrt ihr im ersten Band von „Persona 5“.

Der Zeichenstil

Die Videospielreihe „Persona“ ist bekannt für ihre farbenfrohe Vielfalt, was man im Manga natürlich nicht erwarten kann. Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung mehr als nur gelungen. Der Manga-ka Hisato Murasaki schafft es beide Aspekte, Slice of Life und Fantasy, gut unter einen Hut zu kriegen. Während die SoL-Elemente eher ruhiger und detaillierter gestaltet sind, wurden die actionreichen Panels in der Parallelwelt dynamischer und ernstzunehmender akzentuiert. In Sachen Zeichnung kann man an dieser Stelle nichts Negatives beanstanden.

Über den Autor

Für die Zeichnungen und leichte Story-Änderungen ist der Manga-ka Hisato Murasaki verantwortlich. Hierzulande sind seine bisherigen Werke eher unbekannt. Seine längste Reihe dürfte die Light Novel „D-Crackers“ sein, welche mit acht Bänden im Jahre 2004 abgeschlossen wurde. Zu finden ist Hisato Murasaki noch auf den sozialen Kanälen Twitter und pixiv, die er aber eher semiaktiv betreibt.

DIE HARTEN FAKTEN

Deutscher Titel: Persona 5
Originaltitel: Persona 5
Deutscher Verlag: TOKYOPOP
Manga-ka: Hisato Murasaki
Genre: Fantasy, Action, Slice of Life
Band: 1
Erscheinungstermin: 09. Februar 2022
Kapitelanzahl: 6
Seiten: 208
Extras: /

Im Handel bestellen:

Persona 5 – Band 1 (Amazon/Thalia)

Handlung:

Eigentlich wollte Akira Kurusu nur einer Frau in Not helfen, doch stattdessen wird ihm eine Straftat angehängt, die er nie begangen hat. Als vorbestrafter Jugendlicher muss er an die Shujin-Akademie im Herzen Tokyos wechseln. Doch dort gehen seltsame Dinge vor sich, und schon bald findet er sich statt an seiner neuen Schule in einem mysteriösen Schloss wieder! Als er dort in die Gefangenschaft seines durchtriebenen Lehrers Kamoshida gerät, erwacht die Kraft der Rebellion in Akira und verleiht ihm ungeahnte Kräfte!


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Überblick der Rezensionen
Gesamtwertung
8
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Hallo, ich bin der Shiny und Schreiberling seit 10/21 bei AnimeNachrichten.de. Ich bin seit eh und je schon Anime-Fan. Mit Dragon Ball, Pokemon und Sailor Moon aufgewachsen und die Leidenschaft hält auch 20 Jahre später noch. Weeb durch und durch! Allons-y!
manga-review-persona-5-band-1Mit der Umsetzung des Mangas „Persona 5“ hatte der Manga-ka Hisato Murasaki durchaus eine Mammutsaufgabe zu bewältigen. Zum einem muss man die +100 Stunden Spielzeit vom Videospiel in Worten und Zeichnungen umsetzen, zum anderen den stillschweigenden Protagonisten Leben einhauchen. Beide Aufgaben wurden mit Bravour gemeistert. „Persona 5“ überzeugt mit einer tollen Geschichte, die auch für Neueinsteiger gestaltet wurde. Wer tolle Action, detailreiche Zeichnungen und Fantasy mag, kommt um „Persona 5“ nicht herum. Wir können den Manga nur wärmstens empfehlen.
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