©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee
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Nachdem der Kampf im Untergrund überwunden und die Wahrheit hinter dem Verschwinden von Shinras Mutter aufgedeckt wurde, geht es für die etwas andere Feuerwehr munter weiter. Der Publisher peppermint anime veröffentlicht hierzulande nämlich auch die zweite Staffel von „Fire Force“ auf Disc. Wir haben uns die Volumes 1 und 2 der Serie für euch näher angesehen und wie uns das Ganze gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee
Die 8. Feuerwehr-Sondereinheit ist zurück

Der Start der zweiten Staffel verläuft zunächst relativ harmlos. Um die bisherigen Ereignisse zu verdauen, gehen ein paar Mitglieder der 8. Feuerwehr-Sondereinheit shoppen bzw. neue Outfits für Hauptmann Hinawa aussuchen, dessen Kleidungsstil durchaus für Diskussionsstoff sorgt. Der kurze Spaß wird aber relativ schnell von einem noch nie dagewesenen Flammenwesen gestört, das größer und mächtiger wirkt, als die sonstigen Monster. Schnell ruft das die restlichen Mitglieder der 8. Sondereinheit auf den Plan, die nach und nach den Zuschauern erneut vorgestellt werden. Mit gesammelter Mannschaft kann das große Flammenwesen vernichtet werden und der Alltag der Sondereinheit wird wieder entspannter, denn nun wird die eigentliche Handlung weiterverfolgt. Shinra darf den Kommandeur der 4. Sondereinheit treffen, um mehr über den Prediger und die Adora Burst in Erfahrung zu bringen. Bei der 4. Sondereinheit trifft Shinra zudem auf viele alte Weggefährten, die damals mit dem Protagonisten die Ausbildung zum Feuerwehrmann durchlaufen haben. Im Büro von Kommandeur Arg angekommen, verlangt dieser von Shinra verbrannt zu werden. Völlig perplex von der abstrusen Bitte, aktiviert sich der Adora Link von Shinra und eine mysteriöse Frau, die Schwester Iris zum Verwechseln ähnlich sieht, spricht zu ihm. Er solle seine Mordlust der letzten 12 Jahre auf den Kommandeur abladen, der gewillt ist Schmerzen zu erleiden.

Die erste Säule

Es dauert eine Weile, doch letztendlich kann Shinra der mysteriösen Frau widerstehen und zu sich kommen. Kurz nachdem die Unterhaltung mit Arg fortgesetzt wurde, springt die Tür des Büros auf und die drei Feuerwehr-Maskottchen 9, 1, 1 betreten den Raum um Shinra umzubringen. Der erste Angriff des Trios kann abgewehrt werden und durch die Wucht fällt die Maskierung eines Angreifers. Unter der Maske steckt Karin, ein alter Freund von Shinra. Wieso hat er es auf ihn abgesehen? Widerwillig aktiviert sich erneut Shinras Adora Link und die mysteriöse Frau meldet sich erneut zu Wort und kann Shinras Mordlust endgültig wecken. Mit einem heftigen Tritt will er Karin attackieren, doch der Kommandeur Arg wirft sich dazwischen. Wir sehen Haumea und Charon, Anhänger des Predigers, die wir in der ersten Staffel kennenlernen durften, die das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachten. Haumea entpuppt sich als Drahtzieherin der aktuellen Situation. Sie hat Karin und die anderen manipuliert, um Shinra anzugreifen. Darüber hinaus erfahren wir, dass hinter der mysteriösen Frau „Die erste Säule“ steckt.

Sie hat Shinra erfolgreich auf ihre Seite ziehen können und nun stellen sich der Kommandeur Arg sowie der Hauptmann Pan gegen den besessenen Shinra. Schnell wird der Kampf nach draußen verlagert, damit die Feuerwehr-Station der 4. Sondereinheit nicht abbrennt. Durch die starken Buffs von Pan kann Arg die Flammen von Shinra aushalten und genießt regelrecht die Schmerzen. Etwas später gesellen sich auch Arthur und Ogun zum Kampfgeschehen und wollen Shinra wieder zur Besinnung verhelfen. Mutig stellt sich der selbsternannte Ritterkönig dem Teufel Shinra und ein Kampf Gut gegen Böse entbrennt, bei dem wir auch einen Einblick in Arthurs Vergangenheit erhalten und erfahren, wie seine Fantasie-Einstellung entstanden ist. Der Kampf der Kameraden endet, als Shinra sich selbst mit einem fulminanten Kniestoß umnietet und so die Kontrolle über sich wiedererlangt. Die Frau verabschiedet sich mit den Worten, dass eine neue Säule geboren wird. Wer wird sich die Säule eher schnappen? Die Feuerwehrsoldaten oder der Prediger?

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee
Inca, die fünfte Säule ist geboren

Die Geschehnisse verlagern sich zu drei neuen Charakteren, die erstmals in der Serie vorkommen – die Rede ist von Inca, Panda und Sancho. Inca hat die Gabe, Brände zu riechen, bevor diese entstehen. Ein Zeichen für die vierte Generation? Das Trio nutzt die einmalige Fähigkeit aus, um so vor der Feuerwehr am Brandort zu sein, die Hauseigentümer zu bestehlen und für ein hübsches Sümmchen aus den Flammen zu retten.

Charon, einer der stärksten Kämpfer der Organisation der Weißen Kapuzen, kann Inca mit Hilfe von Haumea sehr schnell ausfindig machen und möchte sie nun zum Prediger mitnehmen. Die Aufgabe von Haumea und Charon besteht darin, die Säulen zu versammeln, um das Ziel des Predigers zu erreichen, eine noch größere Katastrophe als vor 250 Jahren zu verursachen! Die Lebensgefahr riechend kann Inca erstmals selbst Feuer entfachen und Charon etwas zurückdrängen, um sich aus der Gefahrenzone zu bringen. Charon ist jedoch deutlich kampferprobter und kann die potenzielle fünfte Säule sehr schnell einholen. Wie aus dem Nichts kommt plötzlich Shinra dazu und stellt sich schützend vor Inca. Leider ist Charon deutlich stärker, als die bisherigen Gegner des Protagonisten, sodass er zunächst ordentlich einstecken muss.

Währenddessen versinkt die Stadt im Chaos, da viele Brände zeitgleich entfacht werden und immer wieder neue Flammenwesen auftauchen. Die 8. Sondereinheit hat hier alle Hände voll zu tun und kann Shinra bei seinem Vorhaben erstmal nicht unterstützen. Dafür bekommt er unerwartet Hilfe von Toru, Mitglied der 5. Sondereinheit und Juggernaut, Mitglied der 2. Sondereinheit. Die beiden können Shinra die Fußsoldaten von Charon vom Leibe halten, sodass er wieder die Fährte von Inca aufnehmen kann.

Die ganze Stadt entwickelt sich derweil zu einem Schlachtfeld, das in lodernden Flammen untergeht. Shinra nimmt es mit Charon auf, Arthur stellt sich mutig gegen Haumea und die restlichen Kameraden der Feuerwehr-Sondereinheit müssen sich gemeinsam gegen einen einhörnigen Dämon beweisen. Wer wird siegreich aus der Schlacht hervorgehen? Und was hat es im späteren Verlauf mit den sprechenden Flammenwesen auf sich und kann das schreckliche Geheimnis hinter Amaterasu aufgedeckt werden? Das alles und vieles mehr erwartet euch in den ersten beiden Volumes der zweiten Staffel von „Fire Force“.

Bild und Animation

Wie für eine Blu-ray-Disc typisch, kommen beide Volumes der Animationsserie erneut im Standardformat 16:9 und einer Auflösung von 1080p daher. Für die Animation der zweiten Staffel war wieder das Studio David Production zuständig, das sich auch schon an der ersten Staffel austoben durften. Dass das Studio hinter Werken wie „JoJo’s Bizarre Adventure“ steckt, kommt auch „Fire Force“ zu Gute, denn die Animationen, insbesondere bei den Kämpfen, wissen von Grund auf zu überzeugen.

Die Alltagsmomente können zumindest in den ersten beiden Volumes nur bedingt eingeschätzt werden, da die Staffel einen rasanten Start hinlegt – Eine Verschnaufpause ist gar nicht drin. Dafür gibt es actionreiche Sequenzen und Kämpfe, bei denen das Animationsstudio brilliert, denn hier liegt die Stärke der Anime-Adaption. Die Farben und die Bildschärfe sind klar, wodurch die verschiedenen Fähigkeiten der Charaktere spektakulär in Szene gesetzt werden. Egal ob Arthurs Plasmaschwert „Excalibur“ oder die rot-gelben Flammen der Sondereinheit – visuell weiß der Anime zu überzeugen.

Wenn man sich ein Manko heraussuchen müsste, dann wohl, dass nicht in jeder Situation alles hochwertig animiert ist. Wenn der Fokus auf den Charakter im Vordergrund gelegt wird, dann kann es vorkommen, dass die Personen im Hintergrund nur detailarm gezeichnet sind. Dieses Prozedere ist aber durchaus gängig, sodass man darüber hinwegsehen kann. Alles in Allem ist „Fire Force“ durchaus ein tolles Beispiel für gute Animationskunst.

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee
Ton und Synchronisation

Wie so oft kann man auch “Fire Force” wahlweise in der Originalfassung auf Japanisch oder mit deutscher Synchronisation genießen. Die technischen Daten lesen sich wie folgt: DTS-HD MASTER Audio 2.0, was so ziemlich der Standard ist heutzutage. Etwas schade ist hierbei, dass man bei so einem rasanten und actionreichen Anime auf 5.1 Sound verzichtet hat. Nichtsdestotrotz ist der Ton durchaus klar und verständlich zu vernehmen. Das Gesprochene kann man deutlich von den Hintergrundgeräuschen und der musikalischen Untermalung unterscheiden. Besonders lobenswert muss man an dieser Stelle die Spezialeffekte der Anime-Serie erwähnen. Der sogenannte “Bass Boosted”, wo der Bass bis zum höchsten Punkt aufgedreht ist, unterstreicht die Explosivität und die Intensität der einzelnen Fähigkeiten. Es ist zwar “nur” der Bass, aber das verhilft der Serie zu einem Alleinstellungsmerkmal.

Die deutsche Synchronisation ist in den Berliner Oxygen Sound Studios unter der Leitung von Rieke Werner entstanden. Viele bekannte Namen sind auch in der zweiten Staffel vertreten, sodass man sich nicht groß umorientieren muss. Die Leistungen des Hauptsprecher-Casts haben wir in der Vergangenheit schon gelobt und auch hier wird die tolle Arbeit munter weitergeführt. Das hohe Niveau wird von SprecherInnen wie Dennis Saemann, Amadeus Strobl oder Daniela Molina ohne Probleme gehalten.

Vielmehr wollen wir uns hier auf Charaktere fokussieren, die erstmals in der zweiten Staffel vorkommen, oder prominenter in Erscheinung treten. Ein wirklicher Drop der Qualität ist aber auch hier nicht festzustellen. Eher können die Neuzugänge wie Laura Oettel als Inca, oder Karim El Kammouchi als Ogun das hohe Niveau durchaus halten. Einzig die Stimme von Julian Tennstedt für uns war bei der Figur Sancho etwas unpassend, doch da der Charakter nur paar wenige Sätze sprechen durfte, ist das zu verschmerzen.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die kommenden Informationen und Fotos beziehen sich auf die Blu-ray-Version des ersten und zweiten Volumes der zweiten Staffel von „Fire Force“.

Wie man es vom Publisher peppermint anime fast schon gewohnt ist, kommt auch die zweite Staffel von „Fire Force“ in einem Digipack mit eigenem Pappschuber daher. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo hat man auf dem Pappschuber zum Glück verzichtet. Stattdessen wurde das Logo als Sticker angebracht, den man mit Leichtigkeit entfernen kann. Nur auf dem Digipack selbst ist das Logo fest eingearbeitet.

Was wir besonders nett fanden ist, dass sich ein vollständiges Bild ergibt, wenn man das Digipack auffaltet. Auch das eingravierte Cover-Design auf den Discs macht durchaus was her. Als physische Extras darf man sich pro Volumes auf einen einseitigen Manga von Atsushi Ohkubo freuen. Auf den Discs gibt es als Extras noch das Clean Opening sowie das Ending.

Fazit

„Fire Force“ bleibt auch in der zweiten Staffel ein Muss für jeden Action-Fan. Wie man es aus den vorherigen Episoden kennt, geht es auch in der zweiten Staffel sehr heiß her. In jeder Episode gibt es neue Kämpfe zu bewältigen, sodass die Zuschauer sich auf ein Animations-Spektakel freuen dürfen. Trotzdem hat man nie das Gefühl, von den actionreichen Szenen überwältigt zu werden. Auch sorgen der seichte Humor und die wenigen Fanservice-Anteile für etwas Auflockerung. Um weiter am Ball zu bleiben, ist der Handlungsstrang wirklich gut getaktet. Man bekommt zwar neue Arcs zu sehen, die aber eine Verbindung zu den bisherigen Ereignissen haben. So schließt sich der Kreis und neue schockierende Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Review: Fire Force – Staffel 2 – Volume 1 + 2 [Blu-ray]
8.1 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung6.5
Animation9
Synchronisation9
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Veröffentlichung: 21. Oktober 2021 (Vol. 1) + 03. Februar 2022 (Vol. 2)

Publisher: peppermint anime

Genre: Action, Shonen

Laufzeit: ca. 150 pro Volume

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD Master, Audio 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung von Vol. 1:

Nach dem Kampf in der Unterwelt genießt die 8. Feuerwehr- Sondereinheit eine wohlverdiente Verschnaufpause. Um mehr über den Prediger und die Adora Burst zu erfahren, trifft Shinra sich mit Kommandeur Arg von der 4. Sondereinheit, doch dann stellt eine Unbekannte einen Adora Link mit Shinra her und er dreht völlig durch! Haumea von den weißen Kapuzen scheint zu wissen, was vor sich geht und ist den Sondereinheiten immer eine Nasenlänge voraus. Eine Sache aber bemerken beide Seiten gleichzeitig: Die fünfte Säule wird bald erwachen und es wird ein Kampf um sie entbrennen! Der Prediger oder die Feuerwehrsoldaten, wer wird die Säule wohl von seiner Sache überzeugen können?

Handlung von Vol. 2:

Unzufrieden damit, dass die Anhänger des Predigers den Sondereinheiten immer einen Schritt voraus sind, wird eine Expedition auf das Festland organisiert. Nach einer verrückten Fahrt durch eine unbekannte Landschaft treffen Shinra, Arthur und die anderen auf noch verrücktere Wesen, die sie zu einem Gebäude begleiten, das ihnen merkwürdig bekannt vorkommt… Doch dann stellen sich ihnen sprechende Flammenwesen in den Weg, die einen finsteren Plan verfolgen! Shinra gelingt es, einen Adora Linkt mit einer geheimnisvollen Frau herzustellen. Von ihr bekommt er die Hilfe versprochen, die er braucht, um den Anführer der sprechenden Flammenwesen zu besiegen. Doch diese Hilfe hat einen entscheidenden Haken…


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