©Square Enix/Silicon Studio
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„Bravely Default 2“ aus dem Hause Claytechworks wurde erstmals im Zuge der „Game Awards“ im Dezember 2019 angekündigt. Seit vergangenen Februar dürfen wir den Titel nun endlich in den Händen halten. Wie uns und ob uns der neueste Ableger der Reihe auf der Nintendo Switch gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Review.

Die Suche nach den Kristallen

Gleich eines vorweg: „Bravely Default 2″ erzählt eine komplett neue Geschichte, die unabhängig von den anderen Teilen ist. Daher können auch Anfänger (uns eingeschlossen), die nicht mit der Reihe vertraut sind, hier problemlos einsteigen. Besondere Vorkenntnisse oder dergleichen werden demnach nicht vorausgesetzt. Im Fokus der Handlung steht der junge Seefahrer Seth, der nach einem heftigen Sturm an einem abgelegenen Strand des Königreichs ,,Halcyonia“ gespült wurde. Gerettet wird dieser von Gloria und ihrem Begleiter Sir Sloan. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass Gloria eigentlich die Prinzessin des zerstörten Königreichs Musa ist. Im Laufe der Geschichte gesellen sich dem Duo der Gelehrte Elvis und dessen Leibwächterin Adele hinzu. Zu viert begeben sie sich nun auf die Suche nach den vier Kristallen, um das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Allerdings sind unsere mutigen Abenteurer nicht die einzigen, die sich nach der mysteriösen Kraft sehnen…

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Kampfsystem mit besonders hohem Risiko

In „Bravely Default 2“ wird rundenbasiert gekämpft. Demnach stehen uns diverse Attacken zur Verfügung, die wir nacheinander ausführen können. Hinzu kommen die obligatorischen Spezialangriffe sowie der Einsatz von Zaubersprüchen. Außerdem besteht die Option vor den Kämpfen zu fliehen. Was auf dem ersten Blick nicht wirklich innovativ erscheint, ist in Wahrheit ein ausgeklügeltes und risikoreiches Kampfsystem. Grund hierfür ist das sogenannte „Brave/Default“-System. Denn dieses erlaubt uns eine bestimmte Punktzahl für bis zu drei zusätzliche Runden auszuleihen, damit wir heftige Kombinationsattacken durchführen können. Doch dies hat auch seinen Preis: Pro ausgeliehen Zug müssen wir eine Runde aussetzen, was manchmal verheerende Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Abseits des Kampfes können wir zudem zahlreiche Nebenmissionen absolvieren, die größtenteils darin bestehen irgendwelche Monster zur Strecke zu bringen oder bestimmte Items zu sammeln. Allerdings es gibt auch solche, die uns einen tieferen Einblick in die Spielewelt und ihre Geheimnisse gewähren. Daher lohnt es sich hin und wieder an einigen Nebenmissionen teilzunehmen.

Welcher Job ist der richtige?

Eine weitere Besonderheit ist die an ,,Final Fantasy“ angelehnte Jobklasse von dem die Fähigkeit der jeweiligen Charaktere abhängt. Der Freiberufler beispielsweise agiert als ,,Allrounder“, der in unterschiedlichen Situationen flexibel eingesetzt werden kann. So kann er unter anderem kleinere Wunden heilen oder Sammelobjekte finden. Darüber hinaus gibt es auch sehr spezielle Klassen, wie der Weißmagier, der sich hauptsächlich auf das Heilen der eigenen Mitstreiter konzentriert. Der Schwarzmagier ist zwar wenig widerstandsfähig, aber kann dafür verheerende Angriffe ausführen. Mit den Vorkämpfern haben wir eine weitere Klasse, die starke Angriffe abwehrt und die Feinde auf sich lenkt. Selbstverständlich beschränkt sich das Spiel nicht nur auf die genannten Klassen, sondern es kommen im weiteren Spielverlauf zahlreiche neue dazu.

Durch das Sammeln von sogenannten „Jobpunkten“ können wir auch unser Level erhöhen. Dadurch lassen sich aktive und passive Fähigkeiten freischalten, die uns im Kampf behilflich sein können. Die Jobklasse kann dabei jederzeit gewechselt werden, was wir euch durchaus empfehlen. Dies sorgt nicht nur für Abwechslung im Kampfgeschehen, sondern hilft auch besondere und einzigartige Fähigkeiten zu erhalten.

Ein liebevoll gestaltetes Spiel

„Bravely Default 2“ kommt sowohl mit englischer als auch mit japanischer Vertonung daher. Begleitet wird das Ganze von einer soliden und gelungenen deutschen Untertitelung. Auch in Sachen Präsentation und Aufmachung kann das Spiel punkten. Insbesondere die von Hand gezeichneten Panoramaübersichten der Städte sind besonders hübsch anzusehen und bringen uns jedesmal zum staunen. Dennoch kann der niedliche und kindliche „Chibi“-Stil für manche ein wenig fremd wirken, was uns persönlich nicht wirklich gestört hat. Vielmehr wirkte das Charakterdesign sehr charmant, da man sich dadurch von anderen Spielen des Genres nochmal abhebt. Zur musikalischen Untermalung brauchen wir auch nicht viele Worte zu verlieren, da sie jederzeit passt und zum Spielen motiviert hat.

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Fazit

„Bravely Default 2“ ist ein klassisches JRPG, das mit seinem ausgeklügelten Kampfsystem und den ansehnlichen Schauplätzen punktet. Auch unsere vier Helden mit ihren unterschiedlichen Motivationen und Charakterzügen sind uns im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen. Hinzu kommt die fesselnde und doch sehr ernste Geschichte, die uns über die ganze Zeit gepackt und sehr gut unterhalten hat. Zwar mag der niedliche „Chibi“-Stil nicht jedermann Geschmack sein, aber davon abschrecken lassen, sollte man sich keinesfalls.

Spiele-Review: Bravely Default 2 [Nintendo Switch]
8.5 / 10 Team
Handlung9
Grafik7
Musik9
Spielspaß9
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Bravely Default 2 [Nintendo Switch]

Trailer:
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